• Yngwio Barnable
    Yngwio Barnable
    2024-03-24

    Ich habe diesen Artikel von Netzpolitik übernommen, nachdem ich diesen gelesen hatte, mit "gefallt mir" versehen und geteilt.

    Aber ich habe ihn in meinen eigenen thread übernommen, weil ich mich im Folgenden ganz weit aus dem Fenster lehnen möchte.

    Auf der einen Seite lehne ich Andrew Tate wegen dem, was er macht und lebt, vollständig ab. Gewalt gegen Schwächere geht gar nicht. Und hier werde ich zwiespältig.

    Frei nach Konrad Lorenz, haben wir einen Emotionalkörper, zu dem alle unsere Gefühle gehören, egal ob wir sie positiv oder negativ bewerten. Und da unterscheiden wir uns allle nicht, in dem Bereich sind wir unabhängig von unserer biologischen Situation gleich. Wut, Haß, Liebe, Harmonie usw. gehören alle in gleichem Maße zu uns. Und dieser Emotionalkörper ist da, und will bedient werden. Use it or loose it.

    Wut und Haß physisch auszudrücken fällt Männern grundsätzlich leichter, weil mehr Masse da ist, Frauen nutzen in diesem Bereich eher ihre soziale Kompetenz. Männer trainieren eher ihre Muskeln, Frauen eher ihr Gehirn, obwohl ganz sicher beide exakt gleich vorgehen könnten.

    Und hier wiederhole ich mich mit einem kleinen Zusatz: ich persönlich lehne Gewalt in jeder Form ab, ob physisch, psychisch, verbal, sozial, strukturell - ich finde Gewalt primitiv und abstoßend. Physische Gewalt wird leicht und schnell erkannt und häufig entsprechend sanktioniert. Die anderen Formen von Gewalt fallen leider raus, obwohl sie wenigstens ähnlich relevant sind. Und hier erinnere ich an Rufmord-Kampagnen, zum Beispiel gegen Lindemann von In Extremo, die strafrechtlichen Verfahren wurden eingestellt, weil nichts an Grundlagen da war. Aber so funktioniert eben unsere Gesellschaft. Es wird öffentlich zu Haß aufgerufen, gegen Rechte, gegen Impfgegner, gegen Ungläubige, und das mit dem Argument, Haß zu verunmöglichen.

    Die Mechanismen zeigen aber, hier wird der Mechanismus "divide et impera" (teile und herrsche) genutzt. Haß auszulöschen ist einfach nicht möglich. Wir sind so wie wir sind. Und hier muß ich mich als echter Transhumanist outen :(, ich finde das Menschsein ganz schön primitiv und unangenehm. Frei nach Alice Miller war Jesus der erste echte bekannte Transhumanist. Seine Lehren, "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst." "Wenn Dich einer auf die rechte Wange schlägt, halte ihm die linke hin" sind echter Transhumanismus, nicht einfach umsetzbar. Und die katholische Kirche macht immer wieder vor, wie es gar nicht geht.

    Aber, hier lerne ich für micht, wir müssen schlicht Wege finden, wie wir mit dem Mensch-Sein, mit den grundlegenden Mechanismen konstruktiv umgehen können. Auch ich.

    Zum Beispiel: innere Spannungen zu erkennen, wenn sie entstehen und am Entstehungspunkt zu lösen. Das würde vermutlich sogar echte Befriedigung bedeuten. Erkennen und lösen, nicht irgendwo, nicht irgendwie, nicht hinten rum, sondern schön und schick vis à vis, face to face.

    Dazu fällt mir "Figth club" mit Brad Pitt und Edward Norton ein. Das ist schon die härtere Nummer. Aber im Grunde ist es in Ordnung: wenn du dich prügeln möchtest, suche dir jemanden, der das auch möchte. Dann ist jeder vorbereitet und für jeden gibt es das gleiche Risiko Blessuren davon zu tragen.

    Und zurück zum Thema: die Aufgabe sollte es sein, Toxizität abzubauen. Und man glaube nicht, daß Frauen nicht toxisch sein könnten. Ganz im Gegenteil, leider können toxische Frauen leichter agieren, vielleicht sogar schädlicher sein, weil aktuell ausschließlich physische Gewalt geahndet wird. Alle anderen Formen von Gewalt bleiben unkritisiert, unreflektiert. Und das ist schädlich.

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