• Aladár Mézga
    Aladár Mézga
    2024-06-26

    Für den Bundesautominister gibt es überhaupt keine Verkehrswende, sondern nur eine Antriebswende...

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  • Sascha 😎 🏴 ⁂ (Fediverse)
    Sascha 😎 🏴 ⁂ (Fediverse)
    2024-06-26

    Jo, den hätten sie in China behalten sollen!

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2024-06-27

    Andere Meinung: Straßen, genauer gesagt, deren Fahrbahnen sind Fahrradinfrastruktur. Wir sollten uns das Recht auf ihre Nutzung erhalten, statt es leichtfertig aufzugeben. Das Straßennetz ist zusammenhängend, so wie es ist.

    Gejammert über den Flickenteppich, dass die "Fahrradinfrastruktur" (i.W. eine beschönigende Umschreibung meist benutzungspflichtiger Radwege) zerrissen ist, adhoc zusammengestoppelt und unvollständig, wird seit den Achtzigern des letzten Jahrhunderts. Geändert hat sich in den letzten vierzig Jahren wenig, wir haben nur mehr davon bekommen, in wechselnder Verpackung. Hauptsache: aus den Augen, aus dem Sinn, aus Sicht des Autoverkehrs. Übrigens, kein anderes Land in Europa kann es mit der Autobahndichte der Niederlande aufnehmen.

    Ich war dabei und bin dem Irrtum damals zusammen mit anderen auch unterlegen. Aber ich habe dazugelernt. Das Starren auf Kopenhagen oder all die nahe am Wasser gelegenen Fußgängerzonen holländischer Städte verwechselt Ursache und Wirkung. Radwege dienen der Einhegung und Beschränkung des Radverkehrs, der sich aufgrund von Eigenschaften der Geografie ergibt: Flachland, Küstennähe, Waserstraßen, Treidelpfade, Kreuzungsfreiheit, Kurzstrecken, ...

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  • Sascha 😎 🏴 ⁂ (Fediverse)
    Sascha 😎 🏴 ⁂ (Fediverse)
    2024-06-27

    Deine Meinung stimmt. Alle Umfragen und Studien sagen allerdings was anderes. Gerade an entsprechend stark befahrenen Verkehrsadern, Durchgangsstraßen etc. bringt gut gemachte Radinfrastruktur durchaus etwas. Aber eben nur wenn man im Zusammenspiel zwischen schweren motorisierten Verkehr und Fahrradverkehr letzteren klar priorisiert. Das bringt dann auch viele die heute wegen der aktuellen Zustände nicht mit dem Rad fahren aufs Rad.

    Achso um zu spezifizieren was ich mit gut gemachter Fahrradinfrastrukur meine. Strecken die komplett von der Straße getrennt sind, die im Winter geräumt werden, die flach und mit einen guten glatten Belag sind. auf welchen auch Überholen inkl. mit Lastenrädern möglich ist, die bei Kreuzungen und Abbiegebereichen das Fahrrad entsprechend priorisieren, nicht nur rechtlich, sondern auch baulich. Städte müssen in meinen Augen gesetzlich dazu verpflichtet werden entsprechende Infrastruktur zu schaffen. Wenn das nicht anders geht auch auf Kosten der Straßeninfrastruktur.

    Nur weil Du die Straße als Radweg als besser empfindest. Bedeutet das eben noch lange nicht das die meisten Menschen das so sehen. Mag Dir passen oder nicht, ist aber so.

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2024-06-27

    Alle Umfragen und Studien sagen allerdings was anderes.

    Unbestimmter geht's kaum noch. Umfragen und Studien, dass Rauchen jung, klug und gesund macht - sorry: dass es vollkommen unschädlich ist -, konnte damals schon die Tabakindustrie vorweisen - und die hatte die Tricks auch nur von der Zuckerindustrie geklaut, die damit Erfolg gehabt hatte.

    ... Strecken die komplett von der Straße getrennt sind ...

    Interessant ist, dass die Diskussion fast immer nach diesem Schema abläuft: erst wird eine vollmundige Behauptung in den Raum gestellt, hier die Priorisierung des Radverkehrs auf den vorhandenen Straßen bzw. Fahrbahnen, dann wird sie nach und nach zurückgenommen ("komplett getrennt"), und schließlich endet es bei einem Wolkenkuckucksheim*), dem vollkommen utoptischen flächendeckenden Umbau der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur in Stadt und Land.

    Und zum guten Abschluss wird dann das Thema gewechselt: statt objektiver Maßstäbe (wie schnell, bequem und ohne Umwege kann man überall da fahren, wo Fahrbehnen vorhanden sind, wie risikoarm ist es), wird auf gefühlte Sicherheit abgestellt und der Diskurs auf Kurzstrecken beschränkt, auf denen man gefühlt schnell ist.

    *) Siehe meinen Kommentar zu einer Notiz des WDR von heute.

    Der WDR schreibt über Radschnellwege

    Ausbau der Radschnellwege in NRW stockt • Das Geld ist da, aber es geht nicht voran: Zehn Jahre ist es her, dass die Landesregierung sich das Ziel setzte, Radschnellwege auszubauen und NRW zum Fahrradland Nr. 1 in Deutschland zu machen. Hier sollten die "Autobahnen für Radler" zum Beispiel Wohngebiete mit Arbeitsplätzen verbinden. Aber: Der Bau stockt seit Jahren. Von den insgesamt sieben Radschnellwegen mit einer Gesamtlänge von 275 Kilometern, die Land und Kommunen gemeinsam bauen wollen, sind bislang erst 18 Kilometer befahrbar. Und das, obwohl das Land jedes Jahr Millionen Euro für den Bau zur Verfügung stellt.

    Abgerufen wurden bislang nur 3,1 von mehr als 86 Millionen Euro an Finanzmitteln, wie Recherchen des WDR zeigen. Als Grund nennt das Ministerium Probleme bei der Koordination zwischen Land, Kommunen und anderen Akteuren sowie den Fachkräftemangel in Straßenbau und -planung.

    Wohlgemerkt, das ist nicht Umbau des vorhandenen Straßennetzes, sondern primär die Nutzung aufgelassener Flächen. Jetzt ist man völlig überrascht, dass etwas eingetreten ist, das jeder schon hätte wissen können, als diese Konzepte vorgestellt wurden: die ersten fünf Prozent sind trivial, es gibt immer Restflächen, die vorläufig niemand für Verkehrszwecke beansprucht, ideal geeignet für "Modellprojekte", mit denen man üppig Fördergelder bekommt.

    Und es endet entweder wie hier damit, dass es schon bei vier Prozent der eingelobten Mittel stockt, weil: Koordinierungsprobleme und Fachkräftemangel - sprich: die verplanten Flächen stehen gar nicht zur Verfügung.

    Was die beauftragten "Fachkräfte" aber nicht wussten - ein Schelm, der ...

    Oder das Geld wird schließlich sinnlos rausgeballert. Es ist ja nicht so, dass uns veritable und vom ADFC geschätzte Verkehrsminister nicht schon mal vorgemacht hätten, wie das geht.

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  • Sascha 😎 🏴 ⁂ (Fediverse)
    Sascha 😎 🏴 ⁂ (Fediverse)
    2024-06-27

    Wenn Du so kommst zeigst Du ja ganz klar das es keine Diskussionsgrundlage gibt. Es sind eben grundverschiedene Ansätze die nicht miteinander kompatibel sind. Du wirst mich nicht von Deinen Standpunkt überzeugen, ich Dich nicht von meinem. Alles andere wäre verschwendete Zeit und Kraft. Ende.

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2024-06-27

    Eine Diskussion, die ohne konkrete Belege auskommt, die kein Argument und keinen Widerspruch verträgt, hat keine Grundlage. Weil sie keine Diskussion ist, sondern ein Selbstgespräch.

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