• asobu@pod.orkz.net
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    2015-04-05

    Ein verzerrender Artikel zu einem wichtigem Thema...
    Ich fasse meine Kritik an den Artikel mal kurz:

    • "Depressive befürchten Rückschritt" - Echt? Wie viele "Depressive" wurden denn dazu befragt? Und wie ist man an jene Personen gekommen?

    • "Über vier Millionen Menschen in Deutschland leiden unter dieser Krankheit, gefährden aber niemanden außer sich selbst. Das droht jetzt in Vergessenheit zu geraten." - Ob sie sich tatsächlich nur selbst gefährden, kann wohl kaum jemand beurteilen. Und wenn doch, wüsste ich gerne, wie jene Person das geschafft haben soll. Zur Klarstellung: Ich behaupte NICHT, dass Depressive gefährlicher seien als nicht-Depressive. Nur die Beurteilung scheint mir in der Form zweifelhaft zu sein. Auch, dass diese als Tatsache dargestellte "Harmlosigkeit" in Vergessenheit zu geraten droht, ist wohl kaum ernst zu nehmen. Macht die Gegenprobe selbst... hattet Ihr das etwa auch nur annähernd vergessen?

    Der große Teil des restlichen Artikels impliziert, dass Versorgung bei depressiven Problemen möglich sei. Das ist allerdings nicht der Fall. Die Wartelisten bei Therapeuten sind nicht von unbedeutender Länge. (siehe unter Anderem http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2014-03/psychotherapie-depression-wartezeiten).

    Was vom Artikel nun tatsächlich zutrifft (bzw was vom Artikel überhaupt noch übrig bleibt(, weiß ich ehrlich gesagt nicht.

    Was ich der Verfasserin des Artikels, Sonja Gurris, halten soll, die den Tod von wesentlich mehr als 100 Personen nutzt um Müll zu verbreiten und auf sich aufmerksam zu machen, behalte ich wohl lieber für mich...

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