• sirenensang
    sirenensang
    2016-03-23

    Gibts dat, "die Antiimps"? Darf ich antiimperialistisch sein und nicht mit som Nationalisten-Müll rumlaufen?

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2016-03-23

    wie denn? entweder man glaubt an so einen quatsch wie "freie völker" oder nicht

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2016-03-23

    bzw "selbstbestimmungsrecht der nationen"

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2016-03-23

    sag ich doch, selbstbestimmungsrecht der nationen, so viel trennt dich da von lafo&sarah eben leider nicht

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  • sirenensang
    sirenensang
    2016-03-23

    Okay. Aber "Selbstbestimmungsrecht der Nationen" halte ich halt für doch nen ganzen Schritt unproblematischer als "Freiheit der Völker". Mal davon abgesehen, dass ich durchaus für einen kurdischen oder israelischen Staat bin. Ist den Faschos da draußen ja egal, ob ich nicht an eine kurdische oder "jüdische" Ethnie glaube, und den Kurd_innen und Israelis ist das wahrscheinlich auch egal.

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  • sirenensang
    sirenensang
    2016-03-23

    Ne, ich glaub nicht an "freie Völker", aber ich glaube, solange es Nationalismus gibt, ist es besser, wenn nicht einige Länder über andere bestimmen. Dass Leute halt ihren eigenen Diktator haben können und nicht welche vorgesetzt bekommen, die von Imperien gestützt werden, die mächtig und weit entfernt sind und deswegen sehr schwer loszuwerden sind. Also, wir schaffen Imperien ab, sie zerfallen zu Nationen, wir schaffen Nationen ab, hurra! Freiheit!

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2016-03-23

    nein, dass ist etwas anderes, mir geht ja eben nicht um deren "freiheit von fremdbestimmung", deren individuelle existenz als menschen ist bedroht dadurch, dass andere menschen diese dieser ethnie zurechnen, es geht nicht um eine omminöse freiheit, sondern um die vernichtungabsicht und da liegt im übrigen auch der unterschied, würden "die kurden" sich nicht selbst in erster linie über ihre ethnie definieren, sondern einfach die daesh-auslegung des quran als ihr gesetz annehmen, hätte daesh (oder erdogan) kein grosses problem mit den menschen, welche einen kurdischen backround haben, juden jedoch müssen ausgerottet werden, egal hinter welchem stein oder strauch sie sich verbergen

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  • sirenensang
    sirenensang
    2016-03-23

    Ah, okay, das leuchtet mir ein. Hm. Ich weiß nicht, mein Hauptargument gegen Imperien gegenüber Nationen ist halt, dass sie groß sind und es schwieriger ist, die herrschende Klasse loszuwerden, weil die potentiell weit weg sitzt, durch die Größe des Imperiums große Kräfte gegen eine Revolution, die eher lokal anfangen muss (jedenfalls vor dem Internet), aufbringen kann und so weiter. Das heißt aber ja nicht, dass ich für Nationen bin, nur, dass die halt potentiell kleiner sind als Imperien und ergo leichter loszuwerden. Antiimperialistisch und Antinationalistisch.

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  • Thanatos
    Thanatos
    2016-03-23

    "Das heißt aber ja nicht, dass ich für Nationen bin, "

    vs

    " Mal davon abgesehen, dass ich durchaus für einen kurdischen oder israelischen Staat bin."

    Ich bin verwirrt. Wie funktioniert diese Logik? Der Staat kreirt eine emotionale Bindung, die nicht anders als Nationalismus funktioniert: nämlich weil man sich über das Wir und die Anderen definiert. Ich glaube nicht an die Benevolenz eines nicht-nationalen Staates. Es ist traurig, dass sich Menschen abgrenzen müssen, wie z.B. die Juden oder Kurden von chauvinistischen und (klerikal)faschistischen Gruppen, die sie ausmerzen wollen, und ich wünschte sie müssten es nicht tun. Ich wünschte eine Kurdin oder Jüdin könnte leben wo es ihr passt und sich nicht als Teil eines stätigen verzweifelten geschichtlichen Kampfes sehen. Deshalb bin ich kategorisch gegen Staaten. Und jetzt reite ich auf meinem Einhorn weg, weil das so alles leider nicht funktioniert.

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2016-03-23

    naja "staat" und "nation" sind ja im engeren sinne auch unterschiedliche dinge, die usa, israel und jugoslawien oder die su waren/sind supra- bzw multi-nationale staaten, dass konzept des nationalstaates geht ja eher, zumindest von der genese her, von einem homogenem staatsvolk aus, der nation, der einheitlichen ethnie und mittels kunstgriff wurde aus dem "volk der sachsen" und dem "volk der schwaben" usw das deutsche volk und die sachsen und schwaben zu "stämmen"

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  • sirenensang
    sirenensang
    2016-03-23

    Urf, aber auf meine Argumente gehste trotzdem nich ein, thanatos. :/ Ich sag ja garnicht, dass Nationen nicht traurig und abzuschaffen sind.

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  • Thanatos
    Thanatos
    2016-03-23

    "Urf, aber auf meine Argumente gehste trotzdem nich ein, thanatos. :/ Ich sag ja garnicht, dass Nationen nicht traurig und abzuschaffen sind."

    Nein, das wollte ich nicht sagen. Ich wollte eher darauf hinaus, dass ich Staaten als Gebilden in denen sich Menschen von anderen Menschen abgrenzen, nich traue.

    Das Jugoslawien Beispiel habe ich als ehemaliger Jugo selber mitgemacht. Letztenendes war das nur eine schwache metanationale Gemeinschaft, aber auch wenn sie als Gemeinschaft funktionierte, gab es die Jugoslawen und die anderen außerhalb, also wieder der selbe Scheiß (einer der Motti war auch: "Das fremde wollen wir nicht, das unsere geben wir nicht her.")

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  • sirenensang
    sirenensang
    2016-03-23

    Also, ums mal auseinander zu dröseln: Ich habe die Begriffe "Staat" und "Nation" in Deinem Zitat synonym verwendet. Ich bin gegen Nationen generell, aber ich bin dafür, dass verfolgte Gruppen dieselben Möglichkeiten haben wie die anderen auch. Wenn "Die Deutschen!!!" eine Nation kriegen, dann sollen das "Die Kurd_innen!!!!1" auch und die Israelis. Also, um mal die scheinbare Diskrepanz zu erklären. :)

    Ansonsten bin ich bei Deiner Meinung glaube ich einigermaßen dabei, glaube aber, dass Staaten zumindest mit weniger Nationalismus funktionieren. Ich würde z.B. das Staatsgebilde "EU" insgesamt für weniger nationalistisch halten als das Staatsgebilde "Deutschland". Aber ich spekuliere eh auf nen sozialistischen Weltstaat. Möglicherweise illusorisch und naiv.

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  • Thanatos
    Thanatos
    2016-03-23

    Na ja, Weltstaat nicht so gern. Lieber eine Vereinigung von vielen kleinen Kommunen, die in keinerlei gegenseitiger Konkurenz stehen und Mitglieder anderer Kommunen nicht von der Teilhabe an der eigenen Kommune ausschließen.

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  • sirenensang
    sirenensang
    2016-03-23

    Ich schätze, auch darauf würde ich mich einlassen. :)

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  • Thanatos
    Thanatos
    2016-03-23

    Yaaaaaay!

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2016-03-24

    also " mein Hauptargument gegen Imperien gegenüber Nationen ist halt, dass sie groß sind und es schwieriger ist, die herrschende Klasse loszuwerden, weil die potentiell weit weg sitzt, durch die Größe des Imperiums große Kräfte gegen eine Revolution, die eher lokal anfangen muss", aber die eu, als grosses imperium ist irgendwie "besser" als das relativ kleinere deuschland? btw eine "kleine", "homogene" bevölkerung lässt sich wesntlich umfassender, gründlicher und leichter kontrollieren, als eine pluralistische, ausdifferernzierte, um mal auf dieser, me eher naiven, so funktioniert politik/gesellschaft einfach nicht, zu antworten, die grossen sozialistischen revolutionsversuche haben im riesenreich russland, im multinationalen spanien, im grossreich china und im multi-ethnischem jugoslawien stattgefunden

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  • sirenensang
    sirenensang
    2016-03-24

    Ne, nicht jede große Nation/Staatsgebilde ist auch immer ein Imperium. Immerhin sinds ja mehr oder weniger demokratische Nationen, die sich der EU anschließen.
    Aber da finde ich Deine Aufzählung sehr interessant. Find ich n gutes Argument... Hm, und ich muss auch sagen, ist sehr überzeugend.
    (Heißt das, eigentlich sollten wir alle US-Protektorat werden oder die EU sollte anfangen, Russland zu annektieren? g Das isn Scherz, das hast Du natürlich nicht gesagt).
    Und trotzdem, irgendwas daran finde ich nicht befriedigend. Son bisschen... Naja, ich habe gescherzt, aber dann sollte es uns ja egal sein, wenn Russland die Krim annektiert oder Ramstein das US-Imperium aufrecht erhält. Klar, sterben n paar Leute, aber am Ende gibts ne große Revolution, weil es große multikulturelle Imperien gibt!
    Vielleicht ist das eigentliche aniimperialistische Argument, dasses nich so geil is, Leute zu killen... und dass Imperien zumindest in unserer Wahrnehmung mehr Leute killen?
    Wo ich grad eh dabei bin, mein Konzept von "Freiheit!!" zu überdenken.

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2016-03-24

    naja, also antiimperialismus neuerdings heisst, es ungeil zu finden, dass menschen getötet werden bzw sterben, dann bin ich wohl auch einer, allerdings halte ich die definition für extremst gewagt. erklär mal, wie du imperium verstehst, also was konkret ein imperium ausmacht (und bitte ohne "die usa sind ein imperium", ganz nebenbei die erste erfolgreiche antikoloniale, antifeudale demokatische revolution;)

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  • sirenensang
    sirenensang
    2016-03-24

    Eh, ist ja schön für die Amis des achtzehnten Jahrhunderts. "Antifeudal", naja, schon. Aber das war ja noch nichmal feudal, sondern ne Sklavenhaltergesellschaft. :P
    Ne, aber der antiimperialistische Teil ist dann ja, die Staatsform loszuwerden, die potentiell am gefährlichsten ist.
    N Imperium isn politisches Gebilde, das Territorien besitzt, deren Bevölkerung nicht gleichberechtigt repräsentiert wird, würd ich sagen.

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  • Thanatos
    Thanatos
    2016-03-24

    Alles sehr schwierig. Wenn wir in Europa über "die Amis" als imperialistisch reden, dann denken wir an den "Kauf" von Hawai, an Manifest Destiny, an das ständige sich einmischen in anderer Länder Angelegenheiten. "Die Amis" gucken uns nur blöde an und wundern sich, warum wir von imperialistisch reden, wenn bei denen im letzten Kaff Schwule heiraten dürfen und sie schon länger als wir nen Bauern zum Milliardär machen können. Damit waren sie uns schon mit antifeudalen und demokratischen Werten voraus. Deshalb bringen uns diese stasiartigen Fingerzeigmethoden und "Labels", zu denen Linke in Europa oft neigen, rein gar nichts. Der größte Fehler der Europäer ist diese Tendenz, andere große Kulturen als eine homogene Masse zu sehen während sie 300 Millionen Einwohner haben und nen halben Kontinent ausfüllen

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  • sirenensang
    sirenensang
    2016-03-26

    Also, wenn eine große Kultur in einem einzigen Staatsgebilde organisiert ist, das als (relative) Einheit Macht nach außen ausübt, finde ich es schon angemessen, da auch ein bisschen zu homogenisieren. Bzw, es ist garnicht homogenisierend, wenn wir dann sagen "dieser Staat/diese Nation tut Dinge".
    Und mich gucken in Deutschland Leute komisch an, wenn ich erzähle, dass in den USA dreihundert Schwarze von der Polizei ermordet werden und transgender Menschen sich nicht trauen, sich zu outen, weil sie Angst haben, ermordet zu werden... Also, ich habs nicht so mit Antiamerikanismus for shits and giggles, aber ich werd jetzt nicht anfangen, die USA als großartig darzustellen, nur weil sie mit die erfolgreichste Revolution hatten. Und so ziemlich alle Statistiken und Indizes, die dafür gemacht wurden, packen die meisten Teile von Europa auf die gleiche (hohe) Stufe in Sachen Freiheiten wie die USA.

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2016-03-26

    wieso kann man die usa nicht auch einfach mal differenziert und ressentimentfrei kritisieren bzw anerkennen, dass es zb gründe hat, dass es christopher street day heisst und eben nicht "nollendorfplatz-tag", die usa sind als kulturraum einfach wesentlich pluralistischer als schland, das geht von wahnsinnigen christen im bible belt, bis hin zu "gender-bending" im hiphop

    und als du schriebst, du hasst es nicht so mit antiamerikanismus, musste ich "gigglen", mein eindruck ist ein völlig anderer ;)

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  • sirenensang
    sirenensang
    2016-03-27

    Bzw, fick "ressentimentfrei", Ich hab Vorurteile gegenüber Nationen und das is auch gut so.

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  • Thanatos
    Thanatos
    2016-03-27

    Und mich gucken in Deutschland Leute komisch an, wenn ich erzähle, dass in den USA dreihundert Schwarze von der Polizei ermordet werden und transgender Menschen sich nicht trauen, sich zu outen, weil sie Angst haben, ermordet zu werden

    Das ist einfach nur übertriebenes Trolling. Das klingt bei dir, als wären die USA was LGBT Rechte angeht wie der Iran. Wie schon mehrmals gesagt, USA sind alles von Alabama bis Vermont -- also mehrere Welten und Realitäten.

    Bzw, fick “ressentimentfrei”, Ich hab Vorurteile gegenüber Nationen und das is auch gut so.

    Tut mir Leid, aber verwechselst du nicht Vorurteile gegenüber Nationen mit Vorurteilen gegenüger gewissen Nationen, aka Nationalismus? Denn deine Rhetorik klingt leider stark danach, da sie sehr undifferenziert und einfach nur übertrieben ist und sich gar nicht an Fakten orientiert.

    Ach ja, als Queer sag ich dir mal, dass du als jemand, die/der wahrscheinlich im deutschsprachigen Raum lebst, wo man im Gegensatz zu den USA sein cis-männliches Kind aus christlichen Traditionsgrüden und Geschlechterrollen weder Sabrina nennen kann, noch einfach so androgyn erziehen kann, und wo LGBT Rechte den amerikanischen noch immer hinterherhinken, lieber nicht auf so eine "holier than thou" Art über die vermeintlliche Misshandlung von Trans*personen in den USA reden solltest. Dann doch bitte lieber kühlen Kopfes und sachlich.

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  • sirenensang
    sirenensang
    2016-03-27

    Blödsinn, natürlich ist der Iran schlimmer. Immerhin ist in den USA keine Staatsgewalt dahinter, die per se gerne Transfrauen killt. Aber ist halt trotzdem kacke. Die Welt hat auch mehrer Realitäten, das ist kein Spezialding der USA.

    Kannst mir halt gern diagnostizieren, das schlimmste nationalistische Stück zu sein, aber das ist halt albern und ich würd Dich dann auslachen.

    Ach Gott, wer kann denn in den USA sein Kind "Sabrina" nennen oder es androgyn erziehen... Nur weil der Staat nicht sagt, "das darfst Du nich", heißt es ja nich, dass die Gesellschaft in dem Staat es den Kindern nicht trotzdem einprügelt, und dass es dann nicht trotzdem Leute in Machtposition gibt, die das auch ganz gut finden.

    Ich hab gesagt, dass die USA für mich in ungefähr der gleichen Qualitätsstufe von "Scheiße" ist wie Deutschland. Das nenn ich keinen Antiamerikanismus.

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2016-03-27

    eben doch, weil du nicht ressentimentfrei argumentieren willst und kannst, natürlich macht es einen riesenunterschied, ob dein rotzgör in der schule unter staatlicher aufsicht unter staatlichem zwang NICHT androgyn erziehen kannst und einen eindeutig geschlechtlich definierbaren namen geben musst (ausnahme uu "kim";), was du einfach so ignorierst und nicht wahrhaben willst, ist, dass die usa einfach mal um längen pluralistischer sind, als schland, du weigerst dich auch total kurz mal zu überlegen, wieso in sachen lgbtq-RECHTEN, also staatlich definierten rahmenbedingungen, die usa wesentlich weiter sind, als europa bzw schland, heisst doch nicht, dass die usa das lgbtq-paradies sind, da gibt es total reaktionäre landstriche, so wie hier, nur eben auch eine verfassung, die nicht "nur" deine "würde" beschützt, sondern dir auch, auf dem papier, das recht gibt, nach DEINER vorstellung glücklich zu sein. über georgia wird sich gerade in den usa aufgeregt, weil die dort einen gesetzentwurf haben, der es VERTRETERN DER RELIGIONSGEMEINSCHAFTEN (also zumindest wenn ich das richtig verstandenhabe, ich bin ehrlich gesagt da immer noch ziemlich baff drüber) erlauben soll, sich zu weigern, lgbtq-menschen ZU TRAUEN, lass dir das doch mal auf der zunge zergehen, da kommen staatsangestellte in den knast, weil die sie sich weigern lgbtq-menschen zu verheiraten (und mir geht es nicht ums heiraten, das halte ich für bürgerlichen quatsch)

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2016-03-28

    oder anders, glaubst du, dass im bundeskanzleramt einE offen transsexuelleR in leitender position arbeitet?

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