• theradialactive@pod.geraspora.de
    theradialactive@pod.geraspora.de
    2014-02-13

    Ich bin mir unsicher, wie ich diese Aufforderung zum Anschauen interpretieren soll. Als schlechtes Beispiel? Oder als Aufforderung sich mit der Bibel zu befassen?

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  • André Jaenisch (aka Ryuno-Ki)
    André Jaenisch (aka Ryuno-Ki)
    2014-02-13

    Sich mit der Bibel zu beschäftigen ist nie verkehrt.

    Ich will zum Beispiel auch noch einmal das Kapital von Marx lesen … um die Kommunisten ein Stück weit besser zu verstehen.

    Mir ging es darum, verschiedene Sichtweisen auf die Bibel aufzuzeigen. Gewissermaßen eine Antithese zu deinem Beitrag ;-)

    Ob wir auf einen gemeinsamen Nenner kommen, wird sich zeigen:-)

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2014-02-13

    versuch lieber michael heinrichs "einführung in die kritik der politischen ökonomie", das kapital pur ist echt harter stoff

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  • André Jaenisch (aka Ryuno-Ki)
    André Jaenisch (aka Ryuno-Ki)
    2014-02-13

    Die Bibel nicht?

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  • theradialactive@pod.geraspora.de
    theradialactive@pod.geraspora.de
    2014-02-13

    Für mich ist so ein Film durchaus vergleichbar mit einem Streifzug durch jedwede andere belletristische Literatur. Die Bibel, die Tora, der Koran und auch hinduistische und buddhistische Schriften sind literarisch gesehen Meisterwerke. Aber das ist Doyles "Sherlock Holmes" oder Grimms Märchen auch. Jedoch leiten wir daraus keine moralischen Grundsätze ab. Vielleicht weil sie nicht alt genug sind...?

    Eine wirklich ernst und nicht böse gemeinte Frage: Warum sollte man sich einen Film von Leuten ansehen, die ein belletristisches Werk behandeln aus dem sie moralische Grundsätze ableiten? Und das vor allem das Ziel ist. Der Aufruf: "Holt euch eure Grundsätze aus der Bibel!"

    Zudem hat die von die dir angesprochene Community folgendes Video zum Thema "Beten" produziert. Und das zeigt schon in welche Richtung wahrscheinlich der oben angesprochene Film gehen wird.

    http://www.youtube.com/watch?v=QVHUx_EJnUs

    "Auch Atheisten beten manchmal." Tun sie nicht. Zumindest nicht die, die ich kenne. Es gibt einige die Meditieren, aber nicht um zu einem Gott zu sprechen, sondern um den Körper und Kopf zur Ruhe zu bringen.

    "Beten ist das wohl Größte [most powerful] was man machen kann." Ich denke, dass Taten in Form von Hilfeverhalten, Spenden, Empathie, aufrichtiges Zuhören, Wissenschaft betreiben um die Menschheit nach vorne zu bringen und die Lebenssituation viele anderer zu Verbessern eine bessere Möglichkeit ist, etwas zu bewirken, als beten.

    Sobald sich Ideologien bilden, wie bei Marx der Marxismus/Kommunismus oder bei der Bibel das Christentum (uns seine viele Untergruppierungen), sobald diese Gruppen meinen die Wahrheit und absolute Lösung gefunden zu haben, sind alle Nicht-Beteiligten in Gefahr. Wenn sich diese Theorie nicht "updaten" lassen, wie es die Wissenschaft mit unterschiedlichen Theorien und Erkenntnissen tut, dann kommt so etwas wie das kommunistische Russland mit seinen Arbeiterlagern oder Homophobie in der Kirche heraus.

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2014-02-13

    marx hat keine "ideologie" geschrieben, sondern eben eine kritik an den bestehenden verhältnissen und die wird auch regelmässigst "geUDATED" ;)

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  • André Jaenisch (aka Ryuno-Ki)
    André Jaenisch (aka Ryuno-Ki)
    2014-02-13

    Ich mein, worin besteht jetzt der Unterschied, die Grundsätze aus der Bibel zu holen im Gegensatz zu irgendeiner anderen Grundlage? Überall werden Annahmen getroffen, die sich nicht beweisen lassen. So naiv gefragt.

    Beten und Mystik/Meditation sind nicht unbedingt das Gleiche. Das Mystische ist auch mittlerweile ziemlich verschüttet im christlichen Glaubensleben … Ich hab's in Zusammenhang mit Taizé gehört, es läuft aber offenbar unter Chanting …

    Beten ist mehr … Gespräch führen. Ich muss es auch noch lernen … bin zu jung im Glauben dafür …

    „Du kannst noch mehr tun als beten, nachdem du gebetet hast;
    aber du kannst nicht mehr tun als beten, bis du gebetet hast“

    (in Paul E. Billheimer, Für den Thron bestimmt, Hänssler 1983, S. 41)

    Im letzten Punkt stimme ich dir zu: Die Auslegung sollte an sich ändernde Umstände angepasst werden.

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  • theradialactive@pod.geraspora.de
    theradialactive@pod.geraspora.de
    2014-02-13

    @murdeRED dreams: Das ist richtig :) Das sagte ich auch nicht. Nur die Leute haben daraus eine Ideologie gemacht...

    @Ryuno-Ki

    Ich mein, worin besteht jetzt der Unterschied, die Grundsätze aus der Bibel zu holen im Gegensatz zu irgendeiner anderen Grundlage? Überall werden Annahmen getroffen, die sich nicht beweisen lassen.
    Richtig und manchmal ist das auch wichtig, weil man in einer Gefahrensituation sich schnell entscheiden muss wie man handelt. Eignet man sich aber eine Lebenseinstellung (... Meinung, Ansicht) an, hat man mehr Zeit zu kontrollieren was es mit den einzelnen Teilen dieser Einstellung auf sich hat und ob sich die Annahmen beweisen bzw. widerlegen lassen.

    Beten und Mystik/Meditation sind nicht unbedingt das Gleiche.
    Stimme ich dir vollkommen zu. Nur ich kenne Menschen, die dann Parallelen ziehen wollen, wo keine sind. Das wollte ich nur nochmal klarer herausstellen, dass Atheisten sich auch spirituell betätigen, aber aus anderen Gründen und mit anderen Zielen.

    Die Auslegung sollte an sich ändernde Umstände angepasst werden.
    Das ist super, dass du das genauso siehst. Nur wer entscheidet wie sie angepasst wird? Martin Luther hat das meiner Meinung nach sehr willkürlich gemacht. Er war einfach mit ein paar Sachen unzufrieden und hat dann die protestantische Bewegung gegründet. Wir sollten da durchaus die Wissenschaft als Werkzeug benutzen um zu Erkenntnis zu gelangen und dann Philosophie um diese Erkenntnis zu deuten. Denn wenn wir die wissenschaftlichen Errungenschaften ignorieren und dann aber anfangen zu deuten... das kann für die Zukunft nicht der richtige Weg sein. Das bringt uns nicht weiter.

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  • André Jaenisch (aka Ryuno-Ki)
    André Jaenisch (aka Ryuno-Ki)
    2014-02-13

    Nein, Luther wollte die katholische Kirche reformieren. Nur die wollte nicht. Und dann haben Anhänger die protestantische Kirche abgespalten (in anderen Teilen Europas durch Zwingli und Calvin ;-))

    Ich habe mir die christliche Lebenseinstellung angeeignet, weil ich kein wirksames Gegenargument zum Neuen Testament finden konnte … und ich hab's geprüft!

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  • theradialactive@pod.geraspora.de
    theradialactive@pod.geraspora.de
    2014-02-13

    (Ups, meine Formatierung... Entschuldigt!)

    Nein, Luther wollte die katholische Kirche reformieren. Nur die wollte nicht. Und dann haben Anhänger die protestantische Kirche abgespalten (in anderen Teilen Europas durch Zwingli und Calvin ;-))

    Da habe ich wohl was übersprungen (Kritik -> kath. Kirche remformieren wollen -> Luther predigt reformiertes christliches Weltbild -> Entwicklung des Protestantismus). Sorry!

    Ich habe mir die christliche Lebenseinstellung angeeignet, weil ich kein wirksames Gegenargument zum Neuen Testament finden konnte … und ich hab's geprüft!

    Grundsätzlich gegen das neue Testament zu sein, macht auch keinen Sinn. Außer gegen einzelne Punkte des Testaments... Engelerscheinungen... Wunderheilung... Wiederauferstehung...

    All diese Punkte habe ich im Konfirmationsunterricht angesprochen und der Pfarrer konnte mir keine wirklichen Antworten darauf geben.

    Und ein "God works in mysterious ways" ist ein Totschlag-Argument... Das wäre so, als würde ich fragen: "Warum verändert Wasser seinen Aggregatzustand von flüssig zu fest, wenn es kälter wird?" Und die Antwort wäre "Science works in mysterious ways" ;)

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  • André Jaenisch (aka Ryuno-Ki)
    André Jaenisch (aka Ryuno-Ki)
    2014-02-13

    (Ups, meine Formatierung... Entschuldigt!)

    Ich brauchte eine Weile, um das zu realisieren …

    Da habe ich wohl was übersprungen

    Und selbst diese Kette ist nicht vollständig …

    Grundsätzlich gegen das neue Testament zu sein, macht auch keinen Sinn. Außer gegen einzelne Punkte des Testaments... Engelerscheinungen... Wunderheilung... Wiederauferstehung...

    All diese Punkte habe ich im Konfirmationsunterricht angesprochen und der Pfarrer konnte mir keine wirklichen Antworten darauf geben.

    Streich die Flügel. Die sind nicht biblisch belegt. Engel sind Gesandte, wenn man dem Wortsinn nachgeht. Könnt also auch der komische Typ dir gegenüber im Cafe sein ;-)

    Und weil dein Pfarrer dir keine Antworten geben konnte, gibt es keine? Oh, c'mon. Selber recherchieren.

    Du wärst nicht der erste Schüler, der schlauer sein könnte als sein Lehrer …

    Die Wiederauferstehung ist aber der Dreh- und Angelpunkt. Wenn es sie nicht gab, sind die Christen die dümmsten unter allen Gläubigen auf der Welt. Du kannst dich also darauf beschränken, nur diese zu widerlegen ;-)

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  • theradialactive@pod.geraspora.de
    theradialactive@pod.geraspora.de
    2014-02-13

    Und selbst diese Kette ist nicht vollständig…

    Natürlich nicht ;)

    Wie du sicherlich durch meine Kommentare mitbekommen hast, halte ich die Idee von einem personifizierten Gott, der in das Weltgeschehen eingreift und zu dem man beten sollte, und so weiter für nicht plausibel.

    Es gibt so viele Religionen, warum sollte ausgerechnet das Christentum "richtig" liegen? Die Frage stellt sich natürlich bei allen anderen Religionen, die man einem tiefergehenden Blick unterzieht auch...

    Warum ist es Blödsinn an die griechischen Götter zu glauben, aber es ist in Ordnung an einen christlichen Gott zu glauben?

    Warum wurde das Neue Testament der Bibel erst viele Jahre (ich glaube 30 Jahre) nach Jesus Tod geschrieben? Können da nicht Verfälschungen mit hineinspielen? Was wäre, wenn es noch unentdeckte Teile der Bibel gäbe? Würde man dann das komplette Christentum "updaten" müssen oder würde man die einfach nicht anerkennen?

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  • André Jaenisch (aka Ryuno-Ki)
    André Jaenisch (aka Ryuno-Ki)
    2014-02-13

    Mir geht es nicht um Religion, sondern um Glauben. Und das ist keine Idee, kein Gedankenkonstrukt …

    Nein, Verfälschungen lassen sich ausschließen, da sich die erhaltenen Funde größtenteils decken (bis auf regionale Dialekte). Und andere Schriften aus dem Zeitraum, bspw. De Belle Gallium ("Über den gallischen Krieg") von Caesar oder Homer's Illias werden ja auch als glaubwürdig betrachtet … obwohl zwischen Entstehung und Überlieferung mehrere Jahrhunderte liegen!

    Wenn es noch unentdeckte Teile gäbe, fänden sich Verweise auf diese. Man hat damals schon zitiert :-)

    Außerdem wären Schriften erhalten, die dann auch von den Debatten zeugten.

    Bedenke, innerhalb der 30 Jahre gab es noch Zeitzeugen der Ereignisse!

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  • theradialactive@pod.geraspora.de
    theradialactive@pod.geraspora.de
    2014-02-13

    Glauben ist kein Gedankenkonstrukt? Das musst du mir erklären :). Und gerne auch, wo du den Unterschied zwischen Glaube und Religion ziehst.

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  • André Jaenisch (aka Ryuno-Ki)
    André Jaenisch (aka Ryuno-Ki)
    2014-02-13

    Ich komm darauf zurück!

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