• Theaitetos
    Theaitetos
    2017-01-05

    Dir ist schon klar, dass das Abschaffen von Plastiktüten meistens gar nicht gut für die Umwelt ist?

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  • Groucho M.
    Groucho M.
    2017-01-05

    kannst du deine These bitte etwaz erläutern @thea

    Um Plastiktüten herzustellen werden von der Industrie riesige Mengen an Erdöl gebraucht. Im Schnitt verbraucht jeder EU-Bürger jährlich ca. 500 Plastiktüten. Das Zeug landet dann in der Natur, oder im Meer - gelegentlich auch in Tiermägen. Ein weiterer großer Teil wird zudem nicht recycelt, sondern es wird Jahrzehnte darauf gewartet bis das Zeugz verrottet.

    In China sind z. B. dünne Plastiktüten schon länger verboten, weil (so die Begründung) der geringe Nutzwert nicht im Verhältnis zur Umweltbelastung steht.

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  • Groucho M.
    Groucho M.
    2017-01-05

    http://www.plastic-planet.de/index.html

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  • fiete@diasp.de
    fiete@diasp.de
    2017-01-05

    Nun ja, der Gedanke ist ja löblich, aber solange der Blisterwahn sich um ein Mehrfaches schneller steigert, als es je bei den Tüten der Fall war, bleibt es bestenfalls Augenwischerei.
    Anders und verkürzt gesagt:
    Was nützt mir der importierte und satt Öl u. Spritzmittel verbrauchende Baumwollbeutel ( regionale Hanfprodukte sind nunmal tabu ), wenn darin drei Scheiben Käse locker die Kunststoffmenge von mehr als einer Plastiktüte einnehmen und ich auch noch Salami, Wiener-Würstchen, ein paar Bleistifte, 'ne Packung Torteloni etc.pp. kaufe?
    Dafür könnte man vermutlich ein lockeres Dutzend Plastiktüten herstellen, die übrigens mehrfach verwendbar sind, die Blister sind reine Einwegprodukte.

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  • Michael Kappes
    Michael Kappes
    2017-01-05

    @Groucho M. gummifotzen auch? :-\

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  • Groucho M.
    Groucho M.
    2017-01-05

    wenn die Elaste aus Naturkautschuk ist, dann spricht nix dagegen @mayestyx ;)

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  • Theaitetos
    Theaitetos
    2017-01-05

    Wenn man die ganze Sache wissenschaftlich betrachtet, dann wird es oft viel komplizierter als einem lieb ist.

    Ein ganz guter erster Indikator für die Umweltbelastung durch die Herstellung eines Produktes lässt sich leicht am Preis festmachen: Plastiktüten sind billig, Papier- oder Baumwolltüten sind teuer. Das liegt daran, dass die Herstellung von Platiktüten sehr einfach ist (d.h. kaum Umweltbelastung) während die Herstellung der anderen deutlich aufwändiger ist (d.h. größere Umweltbelastung).

    Hingegen ist die Umweltbelastung im Abbau von Plastiktüten größer als die Umweltbelastung durch den Abbau von Papier- oder Baumwolltüten. Um wieviel größer hängt von lokalen Recycling-Bedingungen ab.

    Und der nächste wichtige Faktor ist dann die Dauer der Nutzung der jeweiligen Tüte.

    Summa summarum lässt sich sagen, dass man keine allgemeinen Empfehlungen geben kann, denn welche Tüte die Umwelt jetzt mehr oder weniger belastet hängt davon ab wie du sie nutzt und wie sie abgebaut/recyclet wird. Beispielsweise gibt die Wikipedia für den Vergleich zwischen Plastik- und Papiertüte für Deutschland an:

    Man müsste eine Papiertüte daher dreimal so oft verwenden wie eine aus Plastik, um diesen Nachteil auszugleichen.

    Ich wäre daher vorsichtig damit die Plastiktüte als das Böse® zu beschreiben. Es lässt sich schlicht nicht leicht sagen welche Tüte wo genau für wen die geringere Umweltbelastung hat.

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  • Groucho M.
    Groucho M.
    2017-01-05

    @thea
    mehrmalige Nutzung ist klar. Dazz unser Dualez-System in Deutschland nur halbherzig aufbereitet, sollte ebenfallz bekannt sein. Weshalb sollte es daher in anderen Industrienationen bezzer laufen? Und abgesehen davon, gibtz auch noch sowaz: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/muellkippemeer.html
    auch der Mineralölbedarf der Kunststoffindustrie ist nicht gerade sexy und zeitgemäß ... und ja, zugegeben ... bei der Papiertüte siehtz leider auch nicht anderz aus :/

    Was bleibt ist nur die Nutzung von Mehrwegtaschen und eine bezzere Entsorgung bzw. Aufbereitung nach dem Ableben.

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  • fiete@diasp.de
    fiete@diasp.de
    2017-01-05

    Oder weniger werden und mehr denken, besonders in etwas dezentralerer Form ( okay, zugegeben, das is Utopie ... )

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  • Theaitetos
    Theaitetos
    2017-01-05

    Und abgesehen davon, gibtz auch noch sowaz: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/muellkippemeer.html

    Ich bezweifel, dass viele Plastiktüten aus Deutschland in den Meeren landen. ;-)

    auch der Mineralölbedarf der Kunststoffindustrie ist nicht gerade sexy und zeitgemäß …

    Erdöl wird auch benötigt bei der Herstellung der Paier- und Baumwolltüten, bspw. für Chemikalien (Düngung, Pestizide, Verarbeitung, …) oder eben den Transport. Zudem ist es keineswegs sicher, dass die Erdölförderung davon beeinflusst würde, denn schließlich wird Öl fraktioniert destilliert.

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  • herzmeister der welten
    herzmeister der welten
    2017-01-05

    plastiktüten sind quasi subventioniert und wären im "freien markt" nicht rentabel: https://www.youtube.com/watch?v=cth-5-eSYUY

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  • Theaitetos
    Theaitetos
    2017-01-05

    Der Herzmeister hat vom freien Markt so viel Ahnung wie ein Fisch vom Fahrrad fahren. :-)

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  • herzmeister der welten
    herzmeister der welten
    2017-01-05

    ich hab davon mehr ahnung als du, weil ich im gegensatz zu dir in keiner echokammerfilterbubble dahinvegetier. walter block ist einer der helden der marktlibertären.

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  • Theaitetos
    Theaitetos
    2017-01-06

    Sagt der Statist. :-)

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  • herzmeister der welten
    herzmeister der welten
    2017-01-06

    Strohmann.

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  • Theaitetos
    Theaitetos
    2017-01-06

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