• (((Horschtel))) born at 315ppm
    (((Horschtel))) born at 315ppm
    2017-03-29

    schön gesagt!

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  • Kurbelursel
    Kurbelursel
    2017-03-29

    Bin jetzt nicht so im Bilde, aber ist es nicht so, dass die Kreditinstitute sich des Problems entledigen, indem sie Schuld und Schaden auf die betroffenen Kunden abwälzen? Vielleicht ist es preiswerter, ein paar Kunden zu verlieren, anstatt Deine vorgeschlagenen Flyer zu drucken und zu verteilen?

    Ich denke schon, dass es die Aufgabe der Medien ist, auf Bauernfängerei aufmerksam zu machen.
    Gut vorstellen könnte ich mir das (und wenn es nur ein PDF wäre) als Service der Zugangsprovider.

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  • bluelupo
    bluelupo
    2017-03-29

    Nein @kurbelursel die Kosten werden nicht auf den Kunden abgewälzt, zumindest bei dem mir bekannten Fall nicht. Es wird von der Bank eine Anzeige bei der Polizei erwartet, danach wird die Schadenssumme erstattet.

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  • Elias Schwerdtfeger
    Elias Schwerdtfeger
    2017-03-29

    Auch in meinem Fall wurde der direkte Schaden bei der Bank nach Strafanzeige erstattet – offenbar haben sich die Banken dafür versichert oder haben diese Art Verlust kalkuliert. Der Kunde bleibt allerdings auf seinem mittelbaren Schaden sitzen. Dieser ist Ärger aller Art nach einem Identitätsmissbrauch, übler Schriftverkehr vom Staatsanwalt über Schufa bis hin zu diversen Inkasso-Klitschen. Demnächst vielleicht auch die eine oder andere Aussage vor einem Untersuchungsgericht. Zum Glück gab es (noch) keine Durchsuchung oder Beschlagnahme von Computern an seinem Arbeitsplatz, aber so etwas ist zur Beweissicherung bei Verdacht auf gewerbsmäßigem Betrug auch schon passiert, und dann darf man das alles ein paar Kollegen und einem Chef erklären, die meist lieber über andere lachen als Verständnis zu entwickeln.

    Den Banken, die mit ihrer Kostenersparnis durch Drängen ihrer Kundschaft zur internetgetriebenen Fernkontoführung das gute Biotop fürs Phishing schaffen (und es auch im Jahre 2017 immer noch nicht hinbekommen, ihre E-Mail an Kunden digital zu signieren und ihre Kunden darüber aufzuklären, wie man eine digitale Signatur überprüft) ist das alles egal. Und der Kunde darf die leider völlig legale Gleichgültigkeit der Banken über seine Gebühren auch noch mitfinanzieren. Ich kriege von diesem Thema schon einen gewissen Hals, ganz ohne Zweifel.

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  • (((Horschtel))) born at 315ppm
    (((Horschtel))) born at 315ppm
    2017-03-29

    Und dann ruf mal bei der Bank an und stelle Fragen zu Ihrem Onlinebanking Portal...
    Ohne Worte!

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  • Kurbelursel
    Kurbelursel
    2017-03-29

    O.k. also kein finanzieller Schaden - sondern viel Ungemach für "Nichtinformierte" und leicht verdientes Geld für Täter.

    Genau Eure Schilderungen malen wunderbar aus, was die Folgen sind. Vielleicht hören Erklärungen und Warnungen zum Phishing zu früh auf.

    Das wäre doch dann erst Recht ein Artikel für die Medien. Dann müsste man aber auch Fälle benennen können, bei denen wirklich Firmenrechner durchsucht wurden.
    Das brauchen keine aktuellen Fälle sein. Es reicht, wenn sie überhaupt schon mal irgendwo auf der Welt vorgekommen sind.

    Mit solch einem Artikel werden einerseits Uninformierte erreicht und das Verständnis für die Lage von möglichen "Opfern" könnte gleichzeitig verbessert werden.

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  • Elias Schwerdtfeger
    Elias Schwerdtfeger
    2017-03-29

    Das wäre doch dann erst Recht ein Artikel für die Medien

    Ich habe vor etwas mehr als zehn Jahren die folgenden Worte auf Unser täglich Spam veröffentlicht:

    Fragen sie ihre Tageszeitung, warum es keine Informationen und Warnungen zu den jeweils aktuellen Phishing- und Spam-Wellen an auffälliger Stelle gibt. Das Internet ist schließlich keine Spielwiese der Nerds mehr, es ist eine Massenerscheinung, an der auch ganz gewöhnliche Menschen in verschiedener Weise Teil haben. Auch die Journaille muss unter solchen Umständen einen Beitrag zur Verbrechensverhinderung leisten. Jeder andere Trickbetrüger bringt es doch auch als Warnung in die Presse, warum also nicht ein gefährlicher Phisher, der bei Erfolg Menschen um tausende von Euros erleichtern und sogar an den Rand des persönlichen wirtschaftlichen Ruins bringen kann? Wenden sie sich an ihren bevorzugten Radio- oder Fernsehsender und fragen sie, warum es zwar Unwetterwarnungen gibt, aber keinen Hinweis auf gefährliche Schadsoftware, die ihren Weg über Spam auf die Rechner ganz gewöhnlicher Mitbürger findet und die diese Rechner in fernsteuerbare Zombies der Spam-Mafia verwandelt?

    Das größte Problem im Zusammenhang der Spam ist die gefährliche Unwissenheit vieler Menschen. Das beste Mittel gegen Unwissenheit ist besonnene, den Fakten verpflichtete und hilfreiche Aufklärung.

    Ich kann und will hier keine umfassende und aktuelle Aufklärung geben – tatsächlich habe ich auch noch ein Leben neben dem Internet. Aber die Passivität derer, die solche Aufklärung leisten müssten, ist schon erschreckend. Dies gilt in besonderer Weise angesichts der Tatsache, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten inzwischen von jedem Computernutzer über die Gebühren mitfinanziert werden; ich bin durchaus der Meinung, dass aus diesem Umstand auch eine Verantwortung für die Versorgung der Computernutzer mit essentiellen Informationen erwächst.

    In diesen rd. zehn Jahren hat sich exakt nichts verändert. Außer vielleicht meine Meinung über den Journalismus, die ist sehr gesunken.

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  • Kurbelursel
    Kurbelursel
    2017-03-29

    Käme man einem Betrüger auf die Schliche, der sich von dem Geld einen E-Zigarettenshop einrichten wollte, was glaubst Du, wie schnell das weltweit in der Presse stünde.
    sorry, nicht böse sein, aber genau so funzt es.
    Lass es eine Schlägerei sein, ein Einbruch etc - passiert nix, hat aber einer bei der Tat eine E-Zigarette dabei, erwähnt das die Polizei sehr ausdrücklich auf Blaulicht und es kommt überall in die Gazetten. - Kann ich alles belegen.

    Du hast auf jeden Fall Recht und es ist übel, dass das Problem schon so alt ist, ohne dass mehr dagegen unternommen würde.
    Vielleicht kann man bald die Roboterjournalisten dafür besser motivieren ;-)

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  • Elias Schwerdtfeger
    Elias Schwerdtfeger
    2017-03-29

    ich habe heute eine Vorhersage über die Presseberichterstattung von morgen gewagt…

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  • Kurbelursel
    Kurbelursel
    2017-03-29

    hm ich dachte, wir reden über Phishing, das per Mails ausgelöst wird. Bekam ich aktuell z.B. von wegen Deutsche Bank und ich solle Gutschein einlösen. (Eine Mailadresse, die man bei meinem damaligen Provider mal abgegriffen haben muss).
    Wer bitte nimmt denn ausgerechnet das BSI ernst?
    Die haben letztes Jahr mit ihrer peinlichen Meldung den Weltnichtrauchertag geentert. http://www.mered.de/dampfkalender/weltnichtrauchertag-2016#enterung

    Dass AdBlocker ihre Berechtigung haben mögen, will ich nicht unbedingt bestreiten. Tatsächlich sind leider gerade Presseportale sonst quasi ungenießbar. Aber sind sie wirklich die perfekte Antwort auf Phishingversuche?
    Je mehr die Menschen sich automatisch schützen, desto mehr verlernen sie, Wachsamkeit - z.B. dass man nicht auf jeden Link klicken muss.

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  • Kurbelursel
    Kurbelursel
    2017-03-30

    Worauf wir wohl beide raus wollen: Ja, die Presse ist Meinungsmacher und verfolgt zur Selbsterhaltung ganz eigene Ziele.

    Das BSI, wie auch diverse regierungsnahe Institute können ihren Sermon in der Presse vermelden, sofern es der Presse nutzt.

    Warnungen vor verseuchten Bannern sind ebenso wenig sexy, wie wahre Aussagen über die E-Zigarette, sondern who-konstruierte Horrormeldungen.

    Denn die Pharmaindustrie darf werben, aber nicht die Tabakbranche und somit auch nicht die Branche für das Produkt, das sie immer mehr ablöst.

    Wir und vorherige Generationen sind jedoch selbst Schuld.
    Über Werbung haben sich Zeitungen früher ja hauptsächlich finanziert.
    Die Abogelder - die gingen ja fast drauf rein für die Zustellung.

    Wir sind nicht gewohnt, für die Leistung "das Recherchierte, das Geschriebene" korrekt zu bezahlen.

    Werbung wird plötzlich aber immer mehr gesetzlich und per Abmahnwahn beschränkt, wie man hier schön sieht.

    Wo also soll der Ausgleich her kommen? Es bleibt nichts anderes, als Datensammeln bis hin zu allerhand dubiosen Geschichten.

    Öffentlich-Rechtliche aber sollten das natürlich aufgrund ihrer Zwangsfinanzierung etc. nicht derart nötig haben. Sie sollten in Deinem Sinne gefälligst Medien- und Internetkompetenz ihrer Zuschauer / Hörer / Leser stärken.
    Und was machen sie? - Sie tun so, als sei es Bürgerpflicht, auf Facebook einen Account zu haben. - Wo man (Geldgeber) sie schön unter Kontrolle hat. - Das ist wirklich absurd.

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  • Elias Schwerdtfeger
    Elias Schwerdtfeger
    2017-03-30

    …hm ich dachte, wir reden über Phishing, das per Mails ausgelöst wird

    Hach, ich war innerlich noch mit der Journaille beschäftigt und damit, dass es dort garantiert keine lebenspraktische, zum selbstverantwortlichen Handeln ermächtigende Aufklärung von Menschen geben wird. Leider.

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