• 3of14
    3of14
    2017-04-01

    Hm... Till Reiners?

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  • Malte
    Malte
    2017-04-02

    Nah.

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  • Christian Schorsch
    Christian Schorsch
    2017-04-02

    Kapitalismus ist eine Religion und basiert auf dem Glauben an Geld und Eigentum. Beides ist jedoch unnatürlich und der Natur völlig fremd... Ergo: arm und reich sind Attribute, die nur in unserem Kopf existieren und verschwinden, sobald wir aufhören, daran zu glauben. Die Regeln, Zwänge und die resultierende Ordnung sind im Grunde eine kollektive Illussion, derer sich nur die wenigsten beswusst sind...

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  • Christian Schorsch
    Christian Schorsch
    2017-04-02

    Eine Alternative? Commons und Commoning!

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  • schwarzekappe@diasp.org
    schwarzekappe@diasp.org
    2017-04-05

    Lieber Christian, Armut und Reichtum sind Ergebnis materieller Verhältnisse, sie äussern sich praktisch und werden durch materielle Gewalt erhalten. Armut und Reichtum sind keine Einbildung, sondern gesellschaftliche Realität. Wer son Quatsch schreibt wie du wird dafür sorgen, dass sich nie was ändert, denn wer über materielle Gewalt gebietet wird sich einen Scheiß um deine und anderer Ansichten kümmern.

    Wie oft haben die Bourgeois uns nicht zugemutet, wir sollten unter allen Umständen auf den Gebrauch revolutionärer Mittel verzichten und innerhalb der gesetzlichen Grenzen bleiben [...] Leider sind wir nicht in der Lage, den Herren Bourgeois diesen Gefallen zu tun. Was aber nicht verhindert, dass in diesem Augenblick nicht wir diejenigen sind, die ‚die Gesetzlichkeit kaputt macht‘.[...] Viel näher liegt die Frage, ob es nicht gerade die Bourgeois und ihre Regierung sind, die Gesetz und Recht verletzen werden, um uns durch die Gewalt zu zermalmen? Wir werden das abwarten. Inzwischen: ,Schießen Sie gefälligst zuerst, meine Herren‘ Bourgeois! Kein Zweifel, sie werden zuerst schießen.

    Friedrich Engels, Sozialismus in Deutschland, MEW 22, S. 251

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  • Christian Schorsch
    Christian Schorsch
    2017-04-06

    Ich vergleiche den Kapitalismus mit einer Religion wie dem Christentum oder dem Islam. Alle herrschende Regeln haben nur solange dogmatischen Bestand, wie man die Grundannahme, nämlich die Existenz eines herrschenden Gottes, auch akzeptiert. Der einzelne hat natürlich ein Problem, wenn alle um ihn herum weiterhin überzeugt sind, Gottes Wort gehorchen zu müssen. Wenn aber alle gleichzeitig aufhörten an einen Gott zu glauben? Was würde dann passieren? Gar nichts! Das wäre dann nämlich der natürliche Zustand. Das einzig Neue wäre, dass es weniger Trennung zwischen den Menschen, nämlich in Christen, Juden, Moslems und Atheisten, gäbe. Trennungen, die absolut unnatürlich, rein kulturell und letztlich auf geistigen Verirrungen fußen... Genauso ist das jetzt mit Eigentum und Geld. Hörten plötzlich alle auf, an diese uns alle trennenden und spaltenden kollektiven Einbildungen zu glauben, würden Arm und Reich sofort verschwinden und wir hätten eine wesentlich gerechtere Welt. Dieses Gedankenexperiment bedeutet ja nun wahrlich nicht, dass wir nicht weiterhin gezwungen wären, uns in unseren heutigen Umständen mit den Folgen dieser menschlichen Irrungen auseinandersetzen müssen. Es geht dem vereinzelten "Augeklärten" nicht viel besser als dem Ketzer im Mittelalter... Aber es werden mehr werden und irgendwann lassen wir dann von unserer aktuellen Weltreligion ab, denn sie steht unserer eigenen Potenzialentfaltung erheblich im Weg!

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  • schwarzekappe@diasp.org
    schwarzekappe@diasp.org
    2017-04-06

    Du verwechselstIdeologie mit materieller Grundlage, also Basis mit Überbau. Religionen und der "Glaube" an Eigentum und Markt sind Rechtfertigungsideologie bzw. quasiautomatische Denksysteme als Folge der jeweiligen gesellschaftlichen Organisation, nicht die Ursache derselben.

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  • Christian Schorsch
    Christian Schorsch
    2017-04-06

    Wenn ich Dich recht verstehe, dann sehen wir das doch im Grunde gleich! Sowohl die Idee von Gott als auch die des Eigentums sind den Menschen gekommen, um Umstände und Verhältnisse zu erklären. Später wurden beide mehr und mehr mißbraucht und ihre nicht hinterfragte Existenz als Rechtfertigung für Herrschaftssysteme herangezogen... Ich gebe aber zu, es ist einfacher, den Glauben an Gott fallen zu lassen. Nicht nur, weil der ans Eigentum heute noch so wahnsinnig populär ist... Was hältst Du von Commons als "Gegenentwurf"?

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  • schwarzekappe@diasp.org
    schwarzekappe@diasp.org
    2017-04-06

    Wir sehen das nicht gleich, denn Ideologie ist Symptom, nicht Ursache. Beide müssen bekämpft werden aber ändern wird sich nur wenn die Ursache wegfällt.

    Commons find ich gut.... als Kommunismus.

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  • Christian Schorsch
    Christian Schorsch
    2017-04-06

    Aber wenn die Ideologie bröckelt, weil mehr und mehr Menschen hinterfragen, dann erkennen auch mehr und mehr die eigentlichen Ursachen und die Ungerechtigkeit in der sie leben. Dann begehren auch mehr auf.

    Commons und Kommunismus haben das gleiche Ziel: Überwindung v. Privateigentum und Schaffung einer Gesellschaft in der jeder nach seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen lebt. Der Kommunismus geht dabei den Weg, alles Eigentum zu verstaatlichen. Das führt zu Machtkonzentration und -mißbrauch durch notwendige Hierarchien. Commons gehen einen anderen Weg! Sie geben Eigentum auf und zurück "ans Universum". Dabei sind keinerlei Hierarchien notwendig, der Prozess kann dezentral laufen und es braucht nicht zwingend eine Revolution! Soziale Kämpfe bleiben natürlich dennoch nicht erspart.

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  • schwarzekappe@diasp.org
    schwarzekappe@diasp.org
    2017-04-06

    erkennen auch mehr und mehr die eigentlichen Ursachen und die Ungerechtigkeit in der sie leben. Dann begehren auch mehr auf.

    Aufbegehren is aber eben notwendig, und nicht darauf hoffen das die materiellen Verhältnisse “verschwinden, sobald wir aufhören, daran zu glauben.”

    Der Kommunismus geht dabei den Weg, alles Eigentum zu verstaatlichen.

    Das war der Weg des ML-Marxismus, ja, aber es ist nicht der einzige. Die Jugoslawen haben zB Arbeiterselbstverwaltung ausprobiert und es gibt ja viel mehr Möglichkeiten.

    und es braucht nicht zwingend eine Revolution

    Doch

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