• juni_walet@pod.geraspora.de
    juni_walet@pod.geraspora.de
    2017-08-11

    "Braucht man das wirklich???"

    Brauchen tut der Mensch in der Ernährung nicht viel um zu überleben. Aber wenn ich mich entscheiden müsste was für das menschliche Überleben wichtiger ist, Kaffee oder pulverisierte Früchte, würde ich mich für letzteres entscheiden. Trotzdem fragt niemand danach ob man Kaffee wirklich bräuchte.

    "Obst und Gemüse enthalten viel Wasser, haben also viel Volumen, weshalb sie trotz geringem Kaloriengehalt gut sättigen, wie die Expertin erläutert. Die Pulver hätten diesen Vorteil nicht"

    Da die Pulver vor allem zur Herstellung von Smoothies gedacht sind nehme ich stark an, dass der fehlende Wassergehalt ausgeglichen werden kann. In dem Artikel wird nicht erwähnt das die Leute sich das Pulver holen um es pur zu löffeln.

    "Gerade Jugendliche würden dadurch gar nicht mehr lernen, wie man sinnvoll einkauft, welche Mengen man überhaupt verbraucht und wie Lebensmittel zubereitet werden."

    ""Frischen Spinat kann man meist nur in 250 Gramm-Packungen kaufen, die man als Single nicht aufbraucht", sagt Straßburg. "Da hat man viel weggeschmissen." Gemüse- und Fruchtpulver seien dagegen gut zu portionieren und lange haltbar. "

    Wie kann man ernsthaft diese beiden Abschnitte hintereinander im gleichen Artikel bringen? Es müsste einem doch auffallen was für einen Blödsinn die 'Experten' da reden.
    Der Trend zu dem Pulver kommt ja eben gerade daher, dass die Leute ein Gefühl dafür haben was für Portionen sie verbrauchen und versuchen, sinnvoll einzukaufen.

    "Teurer seien die Pulver am Ende auch, sagt Straka. Ein 50 Gramm-Paket Mangopulver von FoPo entspricht nach Angaben von Marin einer Mango. Es kostet 3,50 Euro und damit mehr als eine frische Mango im Supermarkt."

    Es bringt einem auch nix die doppelte Menge frischer Früchte zu kaufen wenn man die Hälfte davon wegschmeißen muss, weil sie sich angeschnitten nicht so lange hält, man sie zu langsam verbraucht und nicht die Wohnung voller Kühltruhen stehen hat.
    Also auch wenn eine Mango getrocknet und pulverisiert teurer ist als eine frische Supermarkt-Mango, kann es für den Endverbraucher unter Umständen auch preiswerter sein.

    Der Teil hier ist auch witzig:

    ""Ich verliere den Bezug zum Essen. Das ist reines Ernähren. Da kommt der Genuss viel zu kurz.""

    und kurz dahinter dann das:

    "So enthalten einige FoPo-Fruchtpulver zum Beispiel den Pflanzensüßstoff Stevia. Sie waren den drei Jungunternehmern dann doch zu sauer."

    Also gleichzeitig ist da kein Genuss mehr, wenn Leute Obst und Gemüse gerne in Smoothies aus Pulvern konsumieren, aber auf der anderen Seite ist es dann auch wieder doof wenn sie es aus Genussgründen mit Stevia nachsüßen?
    Fällt es bei denen in der Redaktion nicht auf wie widersprüchlich der Artikel ist?

    Ich frage mich was Zeitungen davon haben zu irgendwelchen Ernährungstrends so dermaßen schlechte Artikel zu schreiben. Im Endeffekt ist das nur eine andere Form der Konservierung, die schon seit Ewigkeiten in der Menschheitsgeschichte dazu eingesetzt wird frische Ernteprodukte über lange Zeiten gut haltbar zu machen, und somit saisonale Produkte das ganze Jahr über zugänglich zu machen.
    Konservierung ist übrigens ein älterer Ernährungstrend als "frisches Obst und Gemüse das ganze Jahr über aus allen Winkeln der Welt in den örtlichen Supermarkt schippern lassen". Vllt sollte der Sterin darüber auch mal einen Artikel machen. Ich halte das für den durchaus seltsameren Ernährungstrend.

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  • mezzodrinker
    mezzodrinker
    2017-08-11

    Konservierung ist übrigens ein älterer Ernährungstrend als “frisches Obst und Gemüse das ganze Jahr über aus allen Winkeln der Welt in den örtlichen Supermarkt schippern lassen”. Vllt sollte der Sterin darüber auch mal einen Artikel machen. Ich halte das für den durchaus seltsameren Ernährungstrend.

    Aber definitiv. Und einen riesigen CO2-Fußabdruck hinterlässt das auch.

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