• ravenbird@nerdpol.ch
    ravenbird@nerdpol.ch
    2018-06-20

    Das Problem ist in der Tat das es schlicht und ergreifend keinen Algorithmus gibt der das alles überprüfen kann. Und auch eine händische Prüfung ist nicht möglich. Oft vermag ja sogar jener der etwas hoch lädt nicht zu überschauen welche rechtlichen Hintergründe das was er hoch lädt hat.

    Soziale Netzwerke können sich da wenn entsprechendes rechtliches kommt an sich nur auf zwei Standpunkte zurückziehen. Entweder das sie es nicht mehr ermöglichen Bilder etc. hochzuladen, oder das sie die Inhalte nur noch registrierten Benutzern die eine entsprechende Vereinbarung abnicken zugänglich macht.

    Imho wäre eine entsprechende gesetzliche Regelung Schwachsinn, den letztendlich muss der der etwas hoch lädt selbst verantworten welche Rechte er damit verletzt. Ich verweise in diesem Zusammenhang auch auf das Thema Forenhaftung.

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  • marlon@despora.de
    marlon@despora.de
    2018-06-20

    Die Politiker haben recht!
    Wenn wir ein Urheberrecht haben, dann muss dieses auch mit allen Mitteln umgesetzt werden und zwar zu 1000%.
    Und wenn unser Internet dann nicht mehr funktioniert und keiner mehr Lust auf Facebook, Youtube, Youporn & co, hat, dann sollten wir mal ernsthaft überlegen ob wir das Urheberrecht nicht abschaffen oder zumindest sehr stark öffnen.
    gif

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  • Michael 🇺🇦
    Michael 🇺🇦
    2018-06-20

    Das Problem ist ja, dass "das Internet" immer noch funktionieren würde - im Sinne der Politiker. D.h. es gäbe weiterhin Nachrichtenseiten, wohl in der Regel mit Zahlschranke, es gäbe auch weiterhin die Möglichkeit, im Internet einzukaufen. Aber Foren und dezentrale Netzwerke hätten ein massives Problem.

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  • ravenbird@nerdpol.ch
    ravenbird@nerdpol.ch
    2018-06-20

    Eben das ist es. Im kommerziellen Sinn würde das Internet nach wie vor wunderbar funktionieren. Jedoch sehr vieles abseits der kommerziellen Interessen würde extrem problematisch werden.

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  • marlon@despora.de
    marlon@despora.de
    2018-06-20

    Die Wirtschaft möchte zu den guten alten BTX Zeiten zurück. Damals konnte sich nur Firmen eine online Präsens leisten. Und wenn es weniger online Angebote gibt, dann lassen sich auch Bezahlschranken leichter einführen.
    Es sollte auch überlegt werden, ob man nicht Autos und Motorräder verbieten sollte. Dann wären die Bürger wieder gezwungen den öffentlichen Nah- und Fernverkehr zu nutzen... ;-)

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  • ravenbird@nerdpol.ch
    ravenbird@nerdpol.ch
    2018-06-20

    Naja auf Dauer wird das zu geschlossenen Netzwerken führen die dann nur noch für angemeldete User nutzbar sind und technisch auf maximale Anonymität setzen. An sich nichts das ich ablehnen würde, persönlich bin ich sogar der Meinung das das der richtige Weg ist. Doch mir geht die ganze Schoße die uns da die 'Elite' aus Politik und Kapital rein würgen will gewaltig auf die Eier.

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  • Rasmus Fuhse
    Rasmus Fuhse
    2018-06-20

    Wir könnten auch einfach halbillegal weiter machen wie bisher.

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  • Frank Dapor #podmin
    Frank Dapor #podmin
    2018-06-20

    Legal war es glaube ich eh noch nie - so richtig

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  • Rasmus Fuhse
    Rasmus Fuhse
    2018-06-20

    Naja, wir haben diesen "Melden"-Button auf diaspora. Ich denke, der könnte die Software schon legal gestaltet haben. Das Hochladen urheberrechtlich geschützter Werke wurde aber natürlich nur sehr selten wirklich gemeldet.

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  • ravenbird@nerdpol.ch
    ravenbird@nerdpol.ch
    2018-06-20

    Das Problem ist wenn ich es recht sehe ein wenig anders gelagert. Soweit ich es verstehe soll die Verantwortung für das hochladen entsprechender Inhalte auf die Betreiber der entsprechenden Plattformen geschoben werden. Sprich sorgt dieser nicht schon beim hochladen/einstellen dafür das entsprechende Inhalte nicht eingestellt werden können, ist er dran. Und das wäre für die Betreiber entsprechender Plattformen/Server äußerst problematisch.

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  • ravenbird@nerdpol.ch
    ravenbird@nerdpol.ch
    2018-06-20

    Rasmus ich habe den Melden Button bisher schon einige Male auf verschiedenen Pods genutzt. Doch das Feedback/Reaktion darauf war äußerst mau. Gerade bei Pods die von Einzelpersonen oder wenigen betrieben werden und eine gewisse Größe erreichen wird das problematisch. Darüber hinaus geht es ja offenbar darum Inhalte schon bevor sie auf einer Plattform online gestellt werden zu filtern. Sprich darum eine Art Vorzensur einzurichten.

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  • Rasmus Fuhse
    Rasmus Fuhse
    2018-06-20

    Ja, weiß ich. Ich meinte ja auch, bisher halten wir uns durchaus an geltendes Recht. Aber in der Zukunft können wir ja einfach halblegal weiter machen. Ich muss sagen, ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Gesetz im Internet wirklich Anwendung finden kann. Wir haben mit Stud.IP an den Hochschulen dasselbe Probleme. Moodle hat es, Ilias hat es. SAP hat es, Wordpress, Wikipedia, Slack, Riot, Telegram, Dropbox, NextCloud, Powerfolder. Freie Software wie proprietäre Software. Eigentlich will der Gesetzgeber und die Lobby nur Google und Facebook einschränken. Aber der ganze Rest des Internets ist dann illegalisiert. Meine Meinung ist, die werden noch so Floskeln wie "zumutbar" oder "unter vertretbarem Aufwand" einbauen oder der Schadensersatz wird an den Umsatz der Plattform gekoppelt, was bei freier Software gleich 0 ist, weil wir ja kein Geld mit Werbung machen.

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  • marlon@despora.de
    marlon@despora.de
    2018-06-20

    Gilt das Lesitungsschutzrecht eigentlich nur für Verlage?
    Was ist mit Blogger. Musiker, Youtuber etc?

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  • Rasmus Fuhse
    Rasmus Fuhse
    2018-06-20

    Bei der Zeit steht

    Im Entwurf des Parlaments wären alle Plattformen betroffen, die Inhalte "optimieren" und "darstellen" – eine ebenso schwammig wie breit gefasste Formulierung.

    Ich vermute, es wird daher geplant nur darüber gehen, dass gefiltert werden muss, wenn die Plattform den Inhalt selbst anfasst und verarbeitet und in anderer Form ausliefert. Also ein bloßes Bilderhochladen und wieder Ausgeben könnte davon unbetroffen sein. Ein Hochladen von Filme, die Filme in mehrere Formate zu konvertieren und am Ende in einem Flash-Player abzuspielen, wird vermutlich betroffen sein. Schlimm genug.

    0
  • Michael 🇺🇦
    Michael 🇺🇦
    2018-06-20

    Wir können nur hoffen, dass die entsprechenden Organisationen Klagen einreichen werden, die diesen Wahnsinn stoppen.

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  • Ta Deus
    Ta Deus
    2018-06-20

    Also wenn ich an "entsprechenden Stellen" (z.B. Europaparlament, CDU, Bundesregierung, Europarat, Springer) die Möglichkeit finde irgendwas (z.B. Text) hoch zu laden, was ggf. Öffentlich wird, dann werde ich diese ausgiebig nutzen, auch mit urheberrechtlich geschützten Werken (z.B. aus Blogs von Freunden oder besser noch unveröffentlichte Werke anderer Leute).

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  • Tanja Petri
    Tanja Petri
    2018-06-20

    Hier ist eine interessante (und natürlich rein hypothetische) Frage: Wenn jeder Nutzer in sämtlichen föderierten sozialen Netwerken seine eigene Instanz betreiben würde, gegen wen würden die Rechteinhaber dann vorgehen? Wenn ich der einzige Benutzer auf meinem Diaspora* Pod oder Friendica Node bin, bin ich auch der einzige, der Dateien hoch lädt. In dem Moment wären Upload-Filter völliger Quatsch.

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  • Michael 🇺🇦
    Michael 🇺🇦
    2018-06-20

    Vermutlich wird es heißen, dass man Maßnahmen ergreifen muss, um das Hochladen zu verhindern - was ja schon gegeben ist, wenn man den Server selber betreibt.

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  • Ta Deus
    Ta Deus
    2018-06-20

    Der Entwurf bezieht sich um Übrigen auf Plattformen, die irgendeine Art der Vereinbarung mit dem Rechteinhabern (also vermutlich in der Regel mit den Verwertungsgesellschaften) haben, da weiß ich eh nicht auf wie viele Pods das zutrifft.

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  • Michael 🇺🇦
    Michael 🇺🇦
    2018-06-20

    Ist das nicht eher so, dass man sich mit diesen Vereinbarungen mit den "Rechteinhabern" freikaufen kann?

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  • Waithamai Dragonqueen ✨
    Waithamai Dragonqueen ✨
    2018-06-20

    Das Hochladen urheberrechtlich geschützter Werke wurde aber natürlich nur sehr selten wirklich gemeldet.

    selten ja, aber das wurde bisher auch schon gemeldet und sich dann ggf drum gekümmert.

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  • Rudolf Goldman
    Rudolf Goldman
    2018-06-20

    selten ja, aber das wurde bisher auch schon gemeldet und sich dann ggf drum gekümmert.

    das heißt du meinst damit geraspora.de oder?

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  • Waithamai Dragonqueen ✨
    Waithamai Dragonqueen ✨
    2018-06-20

    das heißt du meinst damit geraspora.de oder?

    ich mein damit viele pods, auch geraspora. wobei die meisten beschwerden zu urheberrechtlichem zeug wohl per mail und nicht per meldenknopf kommen.

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  • Rudolf Goldman
    Rudolf Goldman
    2018-06-20

    wenn du magst kannst du mal ein zwei beispiele bringen? waren es bilder? videos? wie bekannt waren die?

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  • Rasmus Fuhse
    Rasmus Fuhse
    2018-06-20

    Ich denke, Geraspora geht da noch sehr gewissenhaft mit um.

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  • marlon@despora.de
    marlon@despora.de
    2018-06-20

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Copyright-Reform-Abgeordnete-stimmen-fuer-Upload-Filter-und-Leistungsschutzrecht-4087028.html

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  • Tanja Petri
    Tanja Petri
    2018-06-20

    @Marlon Danke für den Link.

    Ohne solche Verträge müssten die Verantwortlichen durch "angemessene und verhältnismäßige Maßnahmen" dafür sorgen, dass illegale Werke nicht verfügbar sind.

    Da zeigt sich mal wieder die typische Tendenz, möglichst vage zu formulieren, damit sich dann hinterher die Gerichte damit rumschlagen dürfen.

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  • Ta Deus
    Ta Deus
    2018-06-20

    Also ich hatte bei LNP vorgeschlagen man könne ja irgendwelche ineffektiven Upload-Filter einsetzen. Also ich stelle mir das so vor:
    Man hat eine Liste von zwölf urheberrechtlich geschützten und besonders bekannten Werken und deren Hash-Werte.
    Alle Uploads vergleicht man mit der Liste dieser zwölf. Ja, der ist nicht 100%ig wirksam, aber das sind die von Google und Facebook auch nicht, wetten?
    Man kann auch neue Werke in die Liste aufnehmen, allerdings ist die Länge der Liste (wegen der technischen Zumutbarkeit) fest auf zwölf Werke begrenzt.

    Das Problem ist in der Tat das es schlicht und ergreifend keinen Algorithmus gibt der das alles überprüfen kann. Und auch eine händische Prüfung ist nicht möglich. Oft vermag ja sogar jener der etwas hoch lädt nicht zu überschauen welche rechtlichen Hintergründe das was er hoch lädt hat.

    Das ist halt auch ein ganz wichtiger Grund, wenn mein Kumpel, der Musiker ist mir sein Demo-Tape gibt und ich finde das so cool dass ich das mit der Welt (oder auch nur mit anderen Freunden) teilen will, dann kann kein Mensch und kein Computer erkennen ob das mein Werk ist und ich folglich das Recht habe es hoch zu laden oder ob es eben nicht mein Werk ist und ich es gegen den Willen (oder zumindest ohne das Einverständnis) des Urhebers hoch lade.

    Ist das nicht eher so, dass man sich mit diesen Vereinbarungen mit den “Rechteinhabern” freikaufen kann?

    Also ich habe das so verstanden dass wenn man einen Deal mit den Rechteinhabern hat muss man eben (technisch) sicher stellen, dass die auch anständig vergütet werden und nicht irgendwie falsch gezählt wird oder so. Jedenfalls habe ich das so verstanden.

    Leider finde ich gerade die deutsche Fassung nicht, in der englischen klingt es eher so als solle man mit den Rechteinhabern kooperieren

    Online content sharing service providers (…) shall, in cooperation with rightholders, take appropriate and proportionate measures to ensure the functioning of licensing agreements where concluded with rightholders for the use of their works or other subject matter on those services.

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  • Mario P.
    Mario P.
    2018-06-20

    Habt ihr die letzte Folge von "Lage der Nation" schon gehört? Die haben sich mit dem Thema auch auseinander gesetzt.

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  • Rudolf Goldman
    Rudolf Goldman
    2018-06-20

    ne, kenn ich nicht den podcast. aber ich hab ihn gerade mal gestartet.

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  • Mario P.
    Mario P.
    2018-06-20

    Müsste die letzte Folge sein

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  • Paulo da Silva
    Paulo da Silva
    2018-06-20

    Das mein Plan.

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  • Rasmus Fuhse
    Rasmus Fuhse
    2018-06-20

    Deus, ich finde Deine Idee geil. Das werde ich dann bei Stud.IP auch so umsetzen.

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  • Andreas vom Zwenkauer See
    Andreas vom Zwenkauer See
    2018-06-21

    @Tanja Petri Nein, der Uploadfilter wäre kein Quatsch. Dann mußt du als Serverbetreiberin mit dir als Autorin eine Diskussion führen, ob der Beitrag rechtmäßig veröffentlicht werden kann. Stattfinden sollte das in einer Kneipe der Wahl der Serverbetreiberin; zusätzlich sollten Freunde von euch beiden als Schriftführer und Berater der jeweiligen Seite anwesend sein. Die notwendigen Getränke können dann selbstverständlich als Betriebsausgabe von der Steuer abgesetzt werden.

    \o/

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  • Michael 🇺🇦
    Michael 🇺🇦
    2018-06-21

    Ich hätte gerne eine rechtliche Betrachtung eines Anwalts.

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  • Mario P.
    Mario P.
    2018-06-21

    da kann ich nur noch mal die "Lage der Nation" empfehlen, die werden in der neusten Folge sicherlich noch mal was zu sagen. Und da ist ein Anwalt und Richter mit dabei.

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