• Rasmus Waschbär
    Rasmus Waschbär
    2018-06-27

    Ach ja, die EU.
    Ich bin ein großer Freund des Überwindens von Nationalstaaten, ich finde die Idee einer möglichst großen, möglichst diversen Gemeinschaft von Menschen so unendlich viel sympathischer, menschlicher, freier, usw, als das ständige "wir gegen die", das Grenzen zu, das unsolidarische, das (putyourcountryhere)-first! Ich glaube fest daran, dass, solange nur ein Mensch unfrei ist, nur ein Mensch hungern muss, in Angst leben usw, ALLE Menschen unfrei sind.
    Und ich bin, so absurd mir das immer wieder erscheint, für den Erhalt der EU. Nicht weil ich glaube, dass es gut ist, wie es derzeit läuft (und btw, Merkel ist genauso Nationalistin wie Seehofer und #söderderdummenazi), nicht, weil ich glaube, dass ein machtloses Paralament und ansonsten in keinster Weise durch die Bürger (hier ausnahmsweise nicht als Schimpfwort benutzt) legitimierte Organe auch nur anfangen würden, meine Interessen zu vertreten (was ich als alter Anarchist auch von "meiner" Bundes-/Landesregierung, ja von jeder Gruppe Menschen, die glauben mich regieren zu können/dürfen, nicht erwarte), sondern weil ich Angst habe vor dem, was danach kommt. Nämlich, dass die Idee eines geeinten Europas, einer geeinten Welt in Freiheit, wieder ganz ganz weit nach hinten rückt, dass mir noch mehr Nationalismen um die Ohren gehauen werden, als das jetzt eh schon der Fall ist. Und vor allem, dass die Idee eines geeinten Europa dann für mindestens eine Generation verbrannt ist, egal in welcher Form und aus welcher Richtung.
    Ich möchte kein Europa der Konzerne, des ungezügelten Kapitals, des Wir gegen den Rest der Welt, aber das heißt nicht, dass ich den Gedanken dahinter, den Glauben an ein Europa, das mehr ist als eine große Freihandelszone, sondern ein Europa der aufgeklärten, offenen Menschen aufgeben möchte.
    Nur was tun? Ist #diem25 ein Ansatz? Vielleicht ein Europa der Regionen ohne die Zwischenstufe der Nationalstaaten? Ein Europa von unten muss es sein. Menschen werden ihre Macht verlieren müssen und viele Menschen (insbesondere in #schland) werden auf Privilegien verzichten müssen, werden lernen müssen, Solidarität als Chance zu begreifen und nicht als Angriff auf den eigenen Status und Besitzt. Nur gemeinsam... ach, ich verliere mich in Gedanken...
    #anarchie #nobordernonation #mitternachtskontemplation #eu #oi

    0