• Ta Deus
    Ta Deus
    2018-08-06

    Interessanter Beitrag. Hätte ich vorher gar nicht so gedacht, jetzt bin ich allerdings vollkommen überzeugt, dass das so ist (also dass CarSharing dem ÖPNV schadet und kaum private Fahrzeuge verdrängt).

    Unter "Ride Sharing" hätte ich allerdings auch eher so eine Art Mitfahrerzentrale verstanden und keinen Taxi-Ersatz alá Uber, aber letztlich sind die Grenzen da vielleicht auch fließend, es gibt ja auch Leute, die mit Blabla-Car & Co richtig Geld verdienen, auch wenn das eigentlich nicht so gedacht war.

    Dass CarSharing nicht den Stau reduziert fand ich hingegen vollkommen logisch, es reduziert höchstens die Menge der notwendigen Parkfläche, weil die Fahrzeuge mehr fahren und weniger stehen als private. (Wobei sie nachts und zu typischen Arbeitszeiten wie… 9:00-14:00 wahrscheinlich Werktags auch viel rumstehen)

    Aber der Beitrag spricht zwischendurch eben auch ganz wichtig an: Der ÖPNV ist halt sehr oft auch furchtbar unattraktiv!
    Züge die ausfallen und man wird ggf. nicht oder spät informiert (ich saß mal 4 Stunden bei -10°C auf dem Bahnsteig und wartete auf meinen Zug, welcher laut Durchsage 40 Minuten Verspätung hatte, dann hab ich auf der Arbeit angerufen und gesagt, dass ich nicht mehr komme).
    Auch früh im Beitrag wurden die Kosten angesprochen, mit 2 Personen ist DriveNow schon kostengünstiger als die S-Bahn, bei meinem privaten PKW ist das genauso, wenn ich es allein fahre kostet es etwa genausoviel wie Bus&Bahn (ist aber komfortabler), wenn ich mindestens 1 BeifahrerIn habe kostet es fast die Hälfte.
    Und dann noch die völlig überfüllte Bahn in München oder die komplett leere Bahn in San Fransisko, beides auch scheiße geplant irgendwie oder? Das macht es auch nicht so attraktiv. Klar, dem Fahrgast dürfte egal sein wenn es sehr leer ist, aber trotzdem treibt das ja die Kosten hoch und widerspricht ja auch diesem Umwelt- und Platz-Gedanken.

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