• Hanno Gardemann
    Hanno Gardemann
    2018-11-13

    Aber die sind rundum verglast. Ist schliesslich die Hölle.

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  • Hanno Gardemann
    Hanno Gardemann
    2018-11-13

    Ich hatte mal eie rundum verglastes Einzelzelle in einem Architektenbüro. Die gesamte Etage hatte nur Glaswände und man konnte sich nicht mal unbeobachtet in der Nase bohren. Mir direkt gegenüber sass einer der Chefs in seinem rundum verglasten Einzelbüro und ich war froh, dass ich wenigstens zwei 20" Röhren auf meinem Schreibtisch stehen hatte und ihn nicht immer angucken musste.

    ((-;

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  • Stephan Maus
    Stephan Maus
    2018-11-13

    Erinnert mich an die Klos im Herzog & de Meuron Headquarter in Basel: Keine Lüftung, kein Fenster. Auf dem Spülkasten liegt ein Tellerchen mit Streichhölzern, die man anzünden muss, wenn's zu sehr stinkt. Beste Architekten der Welt.

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  • Christoph Schaddach
    Christoph Schaddach
    2018-11-13

    Architekten eben:
    Kein Wunder, daß immer mehr Leute ohne solche bauen wollen.

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  • Hanno Gardemann
    Hanno Gardemann
    2018-11-13

    Die grössten Architektursünden verursachen die Auftraggeber.

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  • (((Till)))
    (((Till)))
    2018-11-13

    @Hanno Gardemann als Neffe zweier Architekten kann ich das bestätigen.

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  • Christoph Schaddach
    Christoph Schaddach
    2018-11-13

    die Architekturmode zur Zeit finde ich aber auch hässlich: zur Zeit wollen sie den Gasteig (ein Münchner Kulturzentrum) umbauen: Halbe Milliarde, oder mehr: für Entwürfe, der noch weniger Einfügung in das Bestehende hat als der 80er Jahre Backsteinbau, sondern unbdingt mit Riesenglasfronten die Straße dominieren wollen:

    wo das alte noch ein Spiel mit mehreren Ebenen hatte, kommt jetzt Einheitsfoyer (als ob Konzerte für alle Passanten die täglich da vorbei müssen das wichtigste von der Welt wären ?)

    wahrscheinlich lese ich zu wenig Architekturzeitschriften, um sowas "schön" oder "sinnvoll" finden zu können:
    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/gasteig-umbau-in-muenchen-das-sind-die-entwuerfe-fuer-den-gasteig-1.3986414

    dabei finde ich Bauhaus, oder Gründerzeit, Oper in Sydney oder auch die Pyramide vor dem Luvre okay: sie alle hatten ihre Logik, die aus Funktion und Material kam: aber bei der jetzigen Nabelschau, unbedingt öffentliche Plätze mit eckigen Produkten dominieren zu wollen, könnte man mit Geldausgaben warten, bis sich die Mode wieder geändert hat.

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  • Christoph Schaddach
    Christoph Schaddach
    2018-11-13

    Bei Büros: weiß ich allerdings nicht, woher die Großraum - und Glasmode kam.
    es ist so ein Hype, der ALLE erfasst: das hat man heute so ?

    so wie die Autos auch eher unpraktischer, zumindest aber größer werden, obwohl die Bedürfnisse von Umwelt und nicht Saudis unterstützen wollen eigentlich weniger Verbrauch wäre ?

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  • Hanno Gardemann
    Hanno Gardemann
    2018-11-13

    Also zu den Wettbewerbsentwürfen kann ich nichts sagen, weil ich die Vorgaben der Auslober (Raumprogramm usw.) nicht kenne. Mir gefallen die Visualisierungen auch nicht besonders gut.

    Ausserdem kenne ich die reale Situation in München nicht aber imho ist alles besser als so nen Irrsinn wie man in Berlin mit dem Nachbau vom Stadtschloss veranstaltet.

    Aber für historisierendes Disneyland spendet der Michel ja gerne.

    Das Architektenbüro mit Glastrennwänden wurde Anfang der Sechziger von Peter Neufert geplant und gebaut. Und wenn man sich dran gewöhnt hat, wars nicht mal übel.

    Im Büro Walter von Lom hatten wir sogar Glasböden und -Stufen im Treppenhaus.

    ((-;

    Peter Neufert – Wikipedia



    Bild/Foto

    Peter Hermann Ernst Neufert (* 11. April 1925 in Freyburg an der Unstrut; † 27. Dezember 1999 in Köln) war ein deutscher Architekt. Peter Hermann Ernst Neufert wurde 1925 als ältester Sohn von Ernst Neufert und seiner Ehefrau Alice Spies-Neufert in Freyburg an der Unstrut geboren. Als er zehn Jahre alt war, wurde die Ehe der Eltern geschieden. ...

    Walter von Lom – Wikipedia

    Bild/Foto

    Walter von Lom (* 16. Juli 1938 in Krefeld) ist ein deutscher Architekt. Walter von Lom wuchs in Wiesbaden und Bonn auf. Er studierte Architektur an der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und schloss mit Diplom ab. Er war verheiratet mit Ursula von Lom (* 14. Juli 1938; † 10. Februar 2012). Sie begleitete und organisierte sein...

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  • Christoph Schaddach
    Christoph Schaddach
    2018-11-14

    @Hanno Gardemann
    ja DAS Haus ist geil: erinnert an Lego - Großbausteine: aber warum nicht ? Da sieht man noch klare Form und Funktion: und eigene Gedanken:

    (was ich bei den verklemmten und dennoch groß aufbetonierenden heutigen Modeobjekten meist nicht sehe).
    So ein Haus macht spaß ? Und das schon um 1960 schon: mit komplett verglaster Gartenseite (auf obigem Bild nicht sichtbar): da sieht man, was sich seither NICHT verbessert hat: wenn die heutigen eher be .... scheidener ausschauen, und dennoch nicht schöner.

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  • Christoph Schaddach
    Christoph Schaddach
    2018-11-14

    Bei den Großraumbüros habe ich nachgedacht:
    Daß damit fast doppelt so viele Sklaven pro Fläche passen, ist für Auftraggeber wohl unwiderstehlich . Wenn man sich dies Standard - Vierertische vorstellt: pro Nase 1,50 bis 1,80 Breit, Tisch vielleicht 80 tief und dahinter 1 m Bewegungsrauf:
    und der nächste gleich gegenüber:
    So eng, auf ca. 1,80 x 1,80 m, oder wenns hoch kommt 2 x 2 m könnte man nie Einzelbüros bauen, ohne volle Klaustrophobie auszulösen: außer vielleicht in Japan. Natürlich ist der Platz im Großraumbüro ein BISCHEN mehr, irgendwo gibts noch Schränke, aber das sonstige (Flure und Kopierer und Kaffeeautomat) hätte man bei Einzelzellen auch.

    VERGLASTE Einzelkabinen sind dann wohl ein Mittelding: durch das Glas wird der Lärm etwas geringer, wenn alle durcheinander telefonieren, und die Klaustrophobie ist nicht so schlimm, und alle kriegen noch Licht ?

    Für all das gibt es sicher schöne Worte dafür: Erlebnis - Räume für Kommunikation, Offenheit, und Transparenz kommunikativ offener Firmenkultur, mit denen man das verklären kann:

    Dabei gilt in dem Fall wohl einfach Form follows money: selbst wenn die Lohnsklaven im Großraumbüro wegen Dauerstress 7 % weniger leisten, ist 33 % weniger Raumkosten pro Nase gerade in teuren Städten doch rentabel ? zumal für jeden Controller, Betriebswirt und sonstigen Sparfuchs die 7 % Minderleistung kaum greifbar, (die sollen sch halt mehr Mühe geben), die 33 % weniger Raumkosten hingegen einfach kalkulierbar sind.

    Neuester Trend: man braucht nicht mal für jeden einen eigenen Schreibtisch: weil kaum alle gleichzeitig da sind.

    Bei wirklich teurere Mitarbeitern könnte hingegen das Einzelbüro rentabler sein.

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