• Felix Tiede
    Felix Tiede
    2019-03-08

    Volle Auftragsbücher und keine qualifizierten oder auch nur qualifizierbare Lehrlinge - die wissen nicht mehr, wie sie das schaffen sollen, da würde ich das auch gut finden, wenn mal ein Auftrag storniert wird.

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  • Rene > yours truly <
    Rene > yours truly <
    2019-03-08

    Ja, die wissen nicht mehr wie sie das alles schaffen sollen. Das billige Geld führt zu kuriosen und sehr weitreichenden Folgen. Ein ungute Entwicklung.

    Ich finde das nicht fair. Junge Menschen müssen ausgebildet werden. Aber es ist keine Zeit mehr dafür da. Ich hab in Betrieben geschaut. Die wenigsten haben heute die klassische "Ausbildungskette", bei der sich das 2. Lehrjahr um das 1. Lehrjahr kümmert.

    An dieser Stelle mangelt es an Zeit, Hirarchie/Struktur oder Teamwork.
    Klar, es ist nicht mehr wie früher - wo man einfach "befehligen" konnte. Aber dieser blinde Aktionismus, dann nur noch für das Geld zu Arbeiten, führt zu einer sehr ungesunden gesellschaftlichen Entwicklung.

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  • Felix Tiede
    Felix Tiede
    2019-03-08

    Dazu kommt - O-Ton Malermeister - der Umstand, daß die Lehrlinge, die sich heute auf offene Handwerkerausbildungen bewerben, dafür schlicht nicht mehr geeignet sind. Die Handwerksbetriebe müssen dort im Prinzip grundlegende Schulbildung nachholen, weil schon sowas wie die Fähigkeit zur Berechnung des Bedarfs an Farbe für eine zu malende Wand nicht mehr aus der Schule mitkommt.

    Billiges Geld ist eine Sache und führt sicherlich zu Schwierigkeiten - ein Schulsystem, welches seiner Aufgabe nicht mehr gerecht wird, ist da in meinen Augen ein großer Mitspieler.

    Ich will nicht dem wirtschaftshörigen Scheuklappensystem der Arbeitsdrohnengenerierung in der Schule das Wort reden, wirklich nicht, und Schule soll und muß Menschen dazu heranbilden, sich kritisch mit ihrer Umgebung und der Gesellschaft auseinanderzusetzen, alles richtig, nur kann es auch nicht sein, daß dann die Ausbildungsbetriebe fünf oder mehr Jahre Schulbildung nachholen müssen.

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  • werhier@nerdpol.ch
    werhier@nerdpol.ch
    2019-03-10

    Hu/andwwerker wwwaren schon lange gefaehrliche DEPPEN, Saeufer, GROB-o-Holiker, GROBMOTORIKER, ---ICH TARZAN--DU JANE___denen HIGHTECHJ schon immer gegen den STRICH ging, d a gibts dann dafür auch k e i n e LehrLinge für.. Wer will sich schon sein LEBEN so bleibend verpfuschen ????

    Ich bin Klempner von Beruf
    Dieses Lied ist erschienen auf:
    Über den Wolken
    Ich bin Klempner von Beruf.
    Ein dreifach Hoch dem, der dies‘ gold‘ne Handwerk schuf.
    Denn auch in den größten Nöten
    Gibt es immer was zu löten.
    Immer wieder gibt es Pannen
    An WC‘s und Badewannen:
    Ich bin Klempner von Beruf.

    Neulich hab‘ ich einen Boiler installiert,
    Der hat gut und gern zwei Tage funktioniert.
    Dann war er drei Tage alt
    Und das heiße Wasser kalt.
    Na, da hab‘ ich gar nicht lange repariert,
    Sondern sofort einen neuen installiert.
    Und da fragt mich doch der Kunde noch nachher,
    Ob denn reparieren nicht doch preiswerter wär‘.
    Da antwort‘ ich blitzeschnell:
    „Ihr uraltes Modell
    Stellt die Firma heute schon gar nicht mehr her,
    Und Ersatzteile gibt‘s schon längst nicht mehr.“

    Ich bin Klempner von Beruf.
    Ein dreifach Hoch dem, der dies‘ gold‘ne Handwerk schuf.
    Selbst in schweren Wirtschaftskrisen
    Find‘ ich Rohre hinter Fliesen,
    Ist ein Abfluß abzudichten,
    Und ein Unglück anzurichten:
    Ich bin Klempner von Beruf.

    Gestern mittag hat ein Kunde angeklopft,
    Bei ihm sei wohl ein Abwasserrohr verstopft.
    Ich erneu‘re rasch die Dichtung,
    Und dann stimmt auch schon die Richtung,
    Wenn man einen Stopfen in die Röhre pfropft,
    Kann es sein, daß der Rücklaufkrümmer tropft.
    Doch wahrscheinlich hat ein Doppelflansch geklemmt,
    Darum hab‘ ich gleich die Mauer aufgestemmt
    Und das Halbrundstück durchstochen
    Und die Wohnungswand durchbrochen
    Und die Nachbarwohnung auch noch überschwemmt.
    Es gibt nichts, was einen Klempner hemmt.
    Ich bin Klempner von Beruf.
    Ein dreifach Hoch dem, der dies‘ gold‘ne Handwerk schuf.
    Immer werden Hähne tropfen,
    Werden Waschbecken verstopfen.
    Immer gibt es was zu schweißen,
    Abzubau‘n und einzureißen:
    Ich bin Klempner von Beruf.

    Letzte Pfingsten war es, glaub‘ ich, um halb acht,
    Da rief ein Mann an, völlig aufgebracht:
    Bei ihm sei ein Rohr gebrochen,
    Er selbst naß bis auf die Knochen,
    Und das sprudelt und das gluckert und das kracht.
    „Prima“, sagte ich: „das wird sofort gemacht.“
    An einem nebligen Novembertag
    Bracht‘ ich ihm erstmal den Kostenvoranschlag.
    Noch muß er zum Keller schwimmen
    Und zur Nacht sein Dach erklimmen,
    Denn vor Juni tu‘ ich keinen Hammerschlag.
    So hat jeder seine Sorgen heutzutag‘.

    Ich bin Klempner von Beruf.
    Ein dreifach Hoch dem, der dies‘ gold‘ne Handwerk schuf.
    Es gibt immer ein paar Muffen
    Abzuhau‘n und krumm zu buffen,
    Es gibt immer was zu plantschen,
    An den Hähnen zu verflanschen:
    Ich bin Klempner von Beruf.

    Am Freitag kam eine Reklamation,
    Ein Kunde rügte die Installation,
    Immer, wenn er Wasser zapfe,
    Sammle Erdgas sich im Napfe,
    Und klinge zufällig das Telefon,
    Gab es manche heftige Detonation.
    Ich löste das Problem höchst elegant,
    Indem ich Telefon und Hahn verband.
    Wenn es jetzt im Hörer tutet,
    Wird die Küche überflutet
    Und durch diesen Kunstgriff meisterlicher Hand,
    Ist jetzt jede Explosionsgefahr gebannt.

    Ich bin Klempner von Beruf.
    Ein dreifach Hoch dem, der dies‘ gold‘ne Handwerk schuf.
    Denn in Villen, Hütten, Lauben,
    Gibt es Muttern zu verschrauben,
    Selbst auf Schlössern, alten, stolzen,
    Gibt es Schellen zu verbolzen:
    Ich bin Klempner von Beruf.

    Gründlichsein ist jeden Klempners Pflicht.
    Donnerstag war eine Leitung nicht ganz dicht.
    Mit dem Anzieh‘n einer Mutter
    Ist das längst noch nicht in Butter,
    Denn, wenn dabei eine Bogenschelle bricht,
    Reduziert sich oft die Druckmanschette nicht.
    Folglich habe ich vom Keller bis zum Dach
    Alle Rohre neu verlegt und hab‘ danach
    Auch den Kühlschrank noch erneuert,
    Was die Sache zwar verteuert,
    Aber dafür sagt mir auch kein Kunde nach,
    Daß ich bei der Arbeit halbe Arbeit mach‘.

    Ich bin Klempner von Beruf.
    Ein dreifach Hoch dem, der dies‘ gold‘ne Handwerk schuf.
    Linker Hand die Werkzeugtasche,
    Zwanz‘ger Schlüssel, Thermosflasche,
    Rechter Hand meine Rohrzange,
    So wird mir so schnell nicht bange:
    Ich bin Klempner von Beruf.
    Und braucht man keine Klempner mehr,
    Na, dann werd‘ ich halt Installateur.

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