• Thanatos
    Thanatos
    2020-05-13

    Aber ist Uncle Sam nicht derjenige, der Amerikaner_innen in vielen Staaten dafür zu Geldstrafen bittet, dass sie es wagen, selbst Sachen anzubauen? [1]

    Offensichtlich ist das Poster veraltet und bzw. zeigt es, wie gefährlich es ist, auf solche schönen Vorhaben wie den Anbau von Gemüse diese eklige Schicht von Nationalismus draufzupacken. Nationalismus ist alles außer nachhaltig. Das zeigt doch der US Patriotismus gerade jetzt: Der Wunsch nach mehr Kohlekraftwerken trotz Umweltkatastrophen, und nach den früheren Öffnungen bei Corona trotz Lebensgefahr... Ich glaube Uncle Sam hat die Chance einen auf grün zu machen längst verspielt.

    [1] https://sustainableamerica.org/blog/believe-it-or-not-it-may-be-illegal-to-grow-your-own-food/

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  • ravenbird@nerdpol.ch
    ravenbird@nerdpol.ch
    2020-05-13

    Ohne den Artikel jetzt gelesen zu haben Hamstertoast, erinnert mich das jetzt doch an etwas das ich hier vor kurzen in der Zeitung hatte. Dort wurden die Bauern und Hobbygärtner daran erinnert das sie in einer gewissen Region bestimmte Sachen nicht anbauen dürften, da die Böden auf Grund früherer industrieller Tätigkeit und ich glaube Bergbau belastet seien und sich die Schadstoffe in den genannten Pflanzen anreichern würden.

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  • PixelAufstand*
    PixelAufstand*
    2020-05-13

    Wenn ich mir den Artikel richtig übersetzt und verstanden habe, geht es eher um sogen. Zonierungsgesetze (Überregulierung) und eines Konfliktes zwischen den Hausbesitzern und Mietern *

    Lokale Zonierungsgesetze, häufig auch ästhetische Bedenken hinsichtlich des Rechts von Hausbesitzern und Mietern... *

    Aber die Armut und auch die Vorteile für den Wohnort (Abfließen von Regenwasser verringern, kühle Temperaturen und städtischen Stickstoff binden...) führt anscheinend immer häufiger zu einer größeren Akzeptanz.

    Wir hatten hier bei uns im Haus auch so einen ähnlichen Konflikt. Allerdings haben wir keine Bohnen und Karotten angepflanzt... Mieter im Hochparterre hatten sich immer gut um den vorderen Grünbereich (ein paar Büsche und Bäumchen und etwas Grasfläche) gekümmert und dafür den Bereich im Sommer genutzt. Es hat keinen im Haus gestört, alles war gut, nur die Hausverwaltung und die Hausbesitzerin untersagt alles (mit Drohungen). Jetzt nutzt diesen Bereich keiner mehr, ab und an kommt eine externe Gartenfirma und insgesamt sieht aber alles eher schlechter und verweist aus.

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  • Thanatos
    Thanatos
    2020-05-13

    Ich weiß nicht, wie vergleichbar D und USA diesbezüglich sind. In den USA heißt es wohl, dass selbst anbauen eben nur ein Luxus für gewisse Großlandbesitzer bleibt und Leute in der Vorstadt angehalten sind, doch bitte das aus der Ferne geholte Gemüse im Supermarkt zu kaufen. Natürlich mit Premiumpreis wenn bio.

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  • >sfb< SigmundFreud'sBartender
    >sfb< SigmundFreud'sBartender
    2020-05-19

    das Plakat ist von 1917.

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  • Thanatos
    Thanatos
    2020-05-19

    Na eben. Uncle Sam will halt, dass Amerikaner_innen dann anbauen, wenn Krisenzeiten sind (Great Depression, sog. „spanische“ Grippe, usw.). Wenn alles wieder rund läuft, dann kriegen alle auf die Finger wenn sie selbstversorgend leben wollen, weil dann der Markt bedient werden soll. Das hat nicht so den Nachhaltigkeitsanspruch der da so oberflächlich rüberkommen soll.

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