• Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2020-08-28

    Ich wäre sehr vorsichtig damit, Bonn und die Bonner Bausünden als beispielhaftes Vorbild für irgend etwas zu präsentieren. Wo immer die Stadt Investoren gesucht und gefunden hat, wurden wertvolle Freiflächen und Filetgrundstücke an Investoren verkauft (oder sollte man in der Rückschau besser schreiben: verschenkt?), und dann mit unsäglichen Bauten zugebaut. Über das letzte Possenspiel berichtete der Generalverschweiger (sorry: Generalanzeiger), wie üblich, nachdem zu dem Projekt fast ein Jahrzehnt lang lediglich Hofverichterstattung stattfand, nun "Urban Soul“-Vertrag steckt voller Risiken zu Lasten der Stadt".

    Und wie immer, geht es nur um die Kosten, nicht darum, daß das, was einmal ein wunderschöner Bahnhofsvorplatz war, jetzt noch mehr vollgestellt ist mit gesichtslosen Betonklötzen, der noch wuchtiger daherkommen als die scheußliche Südüberbauung, die dafür aufwendig abgerissen wurde.

    Viel enger geht es hier inzwischen zu, weil die Bonner Stadtplaner offenbar eine Aversion gegen Freiflächen haben.

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