• Krautbrei
    Krautbrei
    2014-08-24

    Was mich so richtig aufregt, ist dass anscheinend keine Sau sich dafür interessiert was die Menschen in der Ukraine sich wünschen. Es wird entweder pro-westlich oder pro-russisch argumentiert, aber keiner redet mit Leuten vor Ort. Ich habe dies getan, versteht sich im Rahmen meiner Möglichkeiten. Von Links bis zu bürgerlichen Mitte, sind die Forderungen der Leute nah zu identisch. Die Menschen dort sehen sich nach, so selbstverständlichen Werten, wie Rechtssicherheit, Redefreiheit, Demonstrationsrecht, gleiche Rechte für Homosexuelle u.s.w.. Die sind auch schlau genug zu erkennen, dass dies mit Russland nicht möglich ist und entscheiden sich eindeutig als pro-westlich. Und spätestens seit der Angst vor einem Krieg gegen Russland, wollen die auch ein Nato-Mitglied werden!

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2014-08-24

    "die menschen" halte ich doch für eine schwierige verallgemeinerung und seit wann ist im great game ernsthaft relevant, wie die interessen "der menschen" aussehen? wirklich beurteilen, kann ich von hier aus höchstens, wie die unterschiedlichen imperialistischen interessen da aktuell laufen, da ist mit beiden seiten kein kommunistischer blumentopf zu gewinnen. relevanter erscheint mir da, inwieweit sich diese interessen mit der möglichkeit kommunistischer arbeit ("linksradikal", "antifaschistisch", "emanzipatorisch", name it) vertragen, zu viel abstand, zu wenig kenntnis der konkreten situation vor ort und vorallem, viel zu wenig patentrezept ;)

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  • Krautbrei
    Krautbrei
    2014-08-24

    Wie so oft kann ich mit deinem Kommentar wenig anfangen. Also nur zu Klarstellung. In diesem Fall lässt sich schon von "Menschen" reden. Erstens es geht um die Grundrechte, die breite Mehrheit unterstützt. Zweitens, die Stimmung im Land lässt sich von den Wahlergebnissen ableiten. Poroschenko holte im ersten Wahlgang 57% der Stimmen, obwohl er kein Wunschkandidat war. Die Menschen haben ihn gewählt aus Pragmatismus und dass mit absoluter Mehrheit.

    Im weiteren tauchen Begriffe zu dem ich nur wenig sagen will/kann:

    "Great Game" - halte ich für Überinterpretation der Machtstrukturen.

    "Imperialistische Interessen" - halte ich für deutlich veraltete Weltanschauung

    "kommunistischer Blumentopf zu gewinnen" - halte ich für metaphysischen Erlösungsgedanken

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2014-08-24

    wie schon geschrieben, mir fehlt da die persönlich basis für ein belastbares urteil, dass jedoch "die menschen" (meinetwegen auch die "übergrosse mehrheit der menschen") jetzt so deutlich für die rechte von lgbtq ausspricht, wage ich zu bezweifeln, aufgrund meiner eigegen erfahrungen in ostblockländern, anyway, da kann ich natürlich auch völlig falsch liegen.

    "imperialistische interessen" sind nicht mit dem ende der udssr auf magische weise auf den müllhaufen der geschichte verschwunden, schon wäre es, der begriff "great game" bezieht sich nur historisch auf den wettbewerb der "imperialistischen mächte", auch um die ukraine, eigentlich steht dazu ja auch einiges im text.
    der "kommunistische blumentopf" sollte me eigentlich recht deutlich die selbstironische distanzierung von klarer parteinahme für eine der beiden seiten signalisieren, in diesem krieg geht es eben ganz sicher nicht in erster linie um "die befreiung des menschen von der ausbeutung durch den menschen", weder auf seiten "des westens" (der in diesem konflikt im übrigen nach meiner MEINUNG ;) recht heterogene interesse vertritt, so ist das imperialistische interesse der usa ein doch anderes, als das zb von deutschland, die sind nämlich ua auch konkurrenten) noch auf seiten des putinschen russlands. würdest du jedoch mal den artikel in seiner gänze lesen, geht es doch in diesem weniger um den ukraine-konflikt selbst, sondern eher um die rezeption in westeuropa

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  • Krautbrei
    Krautbrei
    2014-08-24

    Die "Imperialistische Interessen" wahren schon bei ihrer Formulierung durch Lenin ziemlich lückenhafte Weltanschauung. Den Kapitalismus wie von Marx beschrieben, hat Lenin nie verstanden. Das soll aber nicht heißen dass es keine "imperialistische Interessen" gab oder noch heutzutage gibt. Der National-Sozialismus ist auch nicht mit der Zerschlagung des 3.Reiches verschwunden, jedoch wird er nicht ausreichen um die Vorgänge in der Welt zu erklären. Spätestens in der heutigen Zeit, reicht "Imperialismus" auch nicht mehr um die Weltvorgänge zu erklären. Dagegen "der Kampf kapitalistischer Akkumulationsregime" beschreibt die Lage schon.

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2014-08-24

    der begriff (und seine benutzung;) ist etwas als lenin und man sollte auch das "gerede vom imperialismus" nicht mit der ideologie des "anti-imperialismus" verwechseln, aber nix anderes als "Das soll aber nicht heißen dass es keine "imperialistische Interessen" gab oder noch heutzutage " habe ich geschrieben, etwas oldschool formuliert "innerimperialistische staatenkonkurenz", die eben auch nur ein teil (welt-)gesellschaftlichen movens ist

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2014-08-24

    me teilweise recht gut
    http://www.heise.de/tp/artikel/42/42519/1.html
    http://www.heise.de/tp/artikel/41/41906/1.html

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  • murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    murdeRED dreams GrandWizardOfZOG
    2014-08-24

    schwierig, in jedem fall war die udssr auch eine warenförmig organisierte gesellschaft, sicher nicht eine privat-kapitalistische, allerdings war die ökonomische entwicklung in der udssr ja auch keine lineare, die wirtschaftsordnung unter chrustschow war eine andere als während der NÖP, echt keine einfache frage ;)

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