• Birne Helene
    Birne Helene
    2021-05-10

    Das wächst sich zu einer Sinnkrise aus. Stell dir vor, du baust für Hunderte Millionen tolle Museen, udn alles,w as du darin ausstellen kannst, sind Gipsabgüsse und 3D-gedruckte Nachbauten. Die einzigen Häuser auf der Museumsinsel, die dann noch Originale ausstellen und kein Talmi, sind die Nationalgalerie, Teile des Alten Museums und der Germanen- und Berlin-Nippes im Neuen. Was soll man dann eigentlich noch da?

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  • BeatclubFC
    BeatclubFC
    2021-05-10

    Götz Aly insistiert ja in die Richtung, das Schiff und die Dinge, die im Zusammenhang mit diesem Völkermord stehen im Humboldt-Forum zu belassen, es klar als Raubkunst zu deklarieren und im Zusammenhang mit den Ausstellungsstücken diese Geschichte zu erzählen.
    - https://www.deutschlandfunkkultur.de/humboldt-forum-eine-raubkunst-recherche-und-schwere.1008.de.html?dram:article_id=496987

    Das ist ja daher verständlich, da dieses Volk ja wohl ausgerottet wurde und erstmal niemand da ist, die irgendetwas zurückfordern könnte.

    Bei vielen anderen Objekten, die teilweise in den Archiven vor sich hinstauben wird es ähnlich sein. Bei Anderen, die mit Recht zurückgefordert werden kann man ja auch Deals machen, die zur Zufriedenheit der Beraubten ausfallen. Man leiht diese Werke bzw. Relikte um an ihnen die wirkliche Geschichte des Kolonialismus zu erzählen.

    Es geht ja auch darum hier in Deutschland diese Geschichten klarzurücken und nicht einfach mit der Rückgabe die Verbrechen die damit verbunden sind aus der Welt zu schaffen.

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  • Birne Helene
    Birne Helene
    2021-05-11

    Wenn man es schafft, die Geschichte so zu erzählen, wäre das sicher ein Gewinn. Aber davon ist man nach meiner Beobachtung noch weit entfernt. Ich war neulich im Pergamon-Museum. Da geht es um die heldenhaften Forscher, die sich jahrelang der Hitze ausgesetzt haben, um dem Reich in seinem Kampf um Anerkennung als Großmacht Trophäen heimzubringen. So weit hat man den kolonialistischen Aspekt integriert, aber weiter auch nicht.

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  • BeatclubFC
    BeatclubFC
    2021-05-11

    Jep, das wird/muss die Hauptarbeit sein. Nicht die Frage der Rückgabe, sondern der Weiterentwicklung der Geschichtsschreibung hin zu einem wahrheitsgemäßen Umgang mit der eigenen Kolonialgeschichte.

    Im Moment scheint dieses Thema ja publizistisch und auch im Studiensektor Konjunktur zu haben. Wenn man das nutzt kann es was werden.

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