• Günter
    Günter
    2022-01-02

    Wie einst im #Sozialismus.

    Will man verstehen, worum es eigentlich geht bei dem Herumdoktern an der Sprache, hilft ein Blick in Wolfgang Bergsdorfs Buch „Politischer Sprachgebrauch und totalitäre Herrschaft“ aus dem Jahr 1994. Dort heißt es:

    Untrüglicher Beweis für das Vorhandensein totalitärer Herrschaft ist eine funktionierende Gleichschaltung der politischen Kommunikation. Immer dann, wenn das ,Parlament“ mit einer Stimme spricht, die gesellschaftlichen Organisationen ihm applaudieren und die Medien diese eine Stimme nochmals verstärken, ist zu vermuten, daß dies nicht das Ergebnis eines offenen und öffentlichen Diskussionsprozesses ist, sondern die Wirkung totalitärer Herrschaft, ausgeübt von einer Partei, personifiziert durch ihre Führung, legitimiert durch ihre Ideologie.(…) Denn der politische Sprachgebrauch in einer totalitären Herrschaft erleidet eine wesentliche Verarmung und Verkürzung, die Folge des Zweckes des politischen Sprechens im totalitären System ist. Der Bonner Politikwissenschaftler und Zeithistoriker Karl Dietrich Bracher, einer der weltweit wichtigsten Totalitarismusforscher, hat den Prozeß des totalitären Denken analysiert und dabei die „Tendenz zu einer extremen Vereinfachung komplexer Realitäten“ hervorgehoben. Typisch für totalitäres Denken sei „der Anspruch, sie (die komplexe Wirklichkeit) auf eine Wahrheit zu reduzieren und zugleich dichotomisch aufzuspalten in gut und böse, richtig und falsch, Freund oder Feind, mit einem einzigen Erklärungsmuster die Welt bipolar zu erfassen.(…)

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  • stubenfliege@diasp.org
    stubenfliege@diasp.org
    2022-01-02

    > Typisch für totalitäres Denken sei „der Anspruch, sie (die komplexe Wirklichkeit) auf eine Wahrheit zu reduzieren und zugleich dichotomisch aufzuspalten in gut und böse, richtig und falsch, Freund oder Feind, mit einem einzigen Erklärungsmuster die Welt bipolar zu erfassen.(…) <

    ABSOLUT

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