• Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2022-03-31

    Parkstreifen?

    Nope, das ist ein Radstreifen. Und der wäre auch keinen Deut besser gewesen, wenn man ihn einen Meter breiter gemacht und blutrot eingefärbt hätte, eher im Gegenteil. Die einzige verkehrstechnisch solide und radverkehrsfreundliche Lösung wäre hier gewesen, diesen Strich einfach ersatzlos wegzulassen. Besseres als eine ordentlich asphaltierte und genügend breite Fahrbahn ohne Mittelstreifen kann man sich innerorts mit dem Fahrrad kaum wünschen.

    Eigene Fotos aus dem Juni 2002. Das ist übrigens der Bonner Kaiserplatz.

    Nicht nur Radstreifen, sondern auch separate Radwege (etwa der auf der Bonner Kennedybrücke) sind auch bei der Bonner übrigens sehr beliebt, um eigene Fahrzeuge abzustellen oder Unfallfahrzeuge wegzuräumen, damit "der Verkehr" nicht behindert wird. Dagegen hier oder sonstwo anzustänkern mag das Selbstwertgefühl steigern, irgend eine Wirkung hat das nicht. Wo keine Radwege und -streifen gar nicht erst exisitieren, kommt niemand auf die Idee, Radfahrende zu nötigen, sie zu benutzen. Aber schon der Wegfall der Benutzungspflicht würde Radfahrenden zumindest die Angst nehmen und sie nicht von Vorneherein ins Unrecht setzen, wenn sie Radwege verlassen (müssen).

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