• Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2022-06-30

    Früher nannte man das einfach "Umweltverbund". Also nicht Umstieg vom Radfahren aufs Bahnfahren oder umgekehrt, sondern die Kombination der beiden Verkehrsmittel, um längere Strecken zurücklegen zu können oder um Lücken zu schließen. Das wurde schon vor Jahrzehnten so praktiziert, auch im Fernverkehr. Ob diese Einmalaktion für den Umweltverbund förderlich war, darf man bezweifeln, es hat denen, die ihn schon praktizierten, hauptsächlich Schwierigkeiten bereitet. Es sind Leute wegen ihrer Fahrräder wieder aus dem Zug geworfen worden, auch solche, die schon Karten gelöst hatten, in Zügen mit Fahrradmitnahme. Merke: ist ist nicht gut, ausgerechnet diejenigen zu bestrafen, die sich schon so verhalten, wie man es fördern möchte.

    1
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-06-30

    Das Problem liegt doch tiefer, früher gab es in Berlin den typischen Bäcker mit Schrippen und Schusterjungen an jeder Straßenecke besonders in Ostberlin. Die Findest du heut nicht mehr, entweder nur noch die großen Ketten meist in den Supermärkten oder halt so teure welche sich ein Normalverdiener die Schrippen kaum noch leisten kann. Teure Mieten und hohe Auflagen haben sie verdrängt. Da ist es klar das bei günstigen Fahrpreise die Kunden gern mal ins Umland auf Hamsterfahrt gehen.

    0
  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2022-06-30

    Schrippen

    Vielleicht ist es ein für Berlin spezifisches Problem, dass es dort in einzelnen Vierteln keine Bäckereien mehr gibt. Von kleineren Städten (< 1Mio) bis hinunter zu Kleinstädten kenne ich das Problem eigentlich kaum. In meinem Viertel gibt es ein Dutzend Bäckereien in fußläufiger Entfernung, darüberhinaus mindest zwei Supermärkte, die auch Backwaren haben. Die Preise variieren.

    Wo ich allerdings über die Jahrzehnte hinweg ein nahezu vollständiges Verschwinden von Bäckereien und anderen kleinen Geschäften des täglichen Bedarfs beobachtet habe sind kleine Ortschaften und einzelne Neubausiedlungen draussen auf dem Land. Da fahren die Leute mit dem Auto zum Supermarkt 15 km weiter (wenn man Pech hat, zu einem hier in der Stadt) und kaufen ums Verrecken nicht beim Bäcker um die Ecke, selbst wenn einer da ist - weil da das Brötchen ja 5 Cent teurer ist. Ganz so schlimm wie in Gelbwesten-Frankreich ist es zwar noch nicht, aber der Trend ist da und ungebrochen.

    Übrigens wundert mich die Fokussierung auf Schrippen. Wer sich nicht mal Brot oder Brötchen als Quelle für Kohlehydrate leisten kann, hat in der Stadt andere, gravierendere Probleme. Denn Gemüse und Obst sind richtig teuer geworden, vor allem, wenn man Wert auf Qualität und auf eine gewisse VIelfalt legt. Bei Brötchen gibt es keine großen Unterschiede in der Qualität, wenn man nicht gerade Feinschmecker ist, bei Obst/Gemüse schon. Und das schreibe ich als jemand, der sein eigenes Brot backt, weil das besser schmeckt als die auch nicht schlechte, aber zu teure Ware des Edelbäckers um die Ecke.

    Was bei Brötchen gegen die vom Supermarktbäcker spricht, verstehe ich nicht. Erst recht nicht, wie ich mir Fahrten ins Umland vorstellen soll, für dortige Hamsterkäufe von Schrippen, in Bäckereien, die dort schon viel früher aufgeben haben.

    Brötchen kauft und isst man frisch, oder gar nicht. Und dafür muss man sie zeitnah kaufen, also entweder in fußläufiger Entfernung, oder wenige Kilometer weiter entfernt, wenn man ohne Umstände mit dem Rad hinkommt. Womit wir wieder beim Thema wären. :)

    0
  • Oliver
    Oliver
    2022-06-30

    Man sollte die Fahrräder einfach ins ÖPNV-System integrieren: Mit dem Ticket wären dann Leihfahrräder inklusive!

    0
  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2022-06-30

    @Oliver NextBike funktioniert hier in Bonn, in Köln und im Ruhrgebiet ausgesprochen gut, ist allerdings für jemanden, der schon (mindestens) ein ordentiches Fahrrrad hat und nicht Student ist, i.A. nicht wirtschaftlich.

    Wer allerdings hier in Bonn oder Köln (oder mutmasslich in anderen, ähnlich aufgestellten Städten) ein VRS-Abo hat ("Chipkarte"), der hat damit pro Tag 30 Fahrminuten mit dem NextBike frei, auch auf mehrere Fahrten verteilt, die Räder sind für diese Zeitspanne also inklusive. Leider ist dafür allerdings die Grundgebühr für diejenigen, die kein solches Abo haben, teurer als in anderen Städten, das Leihfahrrad also unattraktiver. Ich habe kein VRS-Abo, hatte auch kein Job-Ticket, als ich noch arbeitet, weil ich die meisten Fahrten mit eigenen Fahrrädern zurückgelegt habe, es hätte sich nicht mal annähernd gelohnt.

    Bezüglich einer zu engen Integration von Öffentlichem Verkehr und Leihfahrradsystemen bin ich skeptisch, schon die DB hat ihr Leihradsystem (das zumindest hier eine Farce war) vornehmlich als Ausrede dafür genommen, die Fahrradmitnahme einzuschränken, statt sie auszubauen. Leihfahrräder wie Nextbike sind i.W. innerstädtische Kurzstreckenverkehrsmittel und damit zwar Teil des Umweltverbundes, können Fahrradmitnahme von eigenen Fahrräder für von Bussen und Bahnen nicht abgedeckte Langstrecken aber nicht ersetzen.

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-01

    @Wolfgang Strobl
    Irgendwie hast du nicht verstanden ....

    Vielleicht ist es ein für Berlin spezifisches Problem, dass es dort in einzelnen Vierteln keine Bäckereien mehr gibt. Von kleineren Städten (< 1Mio) bis hinunter zu Kleinstädten kenne ich das Problem eigentlich kaum. In meinem Viertel gibt es ein Dutzend Bäckereien in fußläufiger Entfernung, darüberhinaus mindest zwei Supermärkte, die auch Backwaren haben. Die Preise variieren.

    Wird sicher kein Bln spezifisches Problem sein und ich sagte auch nicht das es gar keine Bäcker mehr gibt, nur kosten bei denen dann aus genannten Gründen die Waren das doppelte so das ein frisches Brötchen zum Luxus wird und die Supermarktketten ..... nunja wer Pappe mit Geschmack mag.
    Daher fahren sie nun zunehmend fast umsonst ins Umland und wenn sie dann noch beim Fleischer ect vorbeischauen, spart man dabei. Berlin spezifisch fährt die SBahn meist im 10 min Takt und von der Innenstadt bis aufs Land dauet es selten länger als 1h.
    Natürlich kann die S-Bahn keine tausende Fahrräder täglich transportieren, dafür ist sie nicht ausgelegt.

    0
  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2022-07-01

    Natürlich kann die S-Bahn keine tausende Fahrräder täglich transportieren, dafür ist sie nicht ausgelegt.

    Ich zitiere: Irgendwie hast du nicht verstanden …

    Es geht nicht darum, ob die S-Bahn tausende Fahrräder täglich transportieren kann, dafür dürfte sie ausgelegt sein, denn tausende Fahrräder sind nicht sonderlich viel. Die geschmäcklerische Fokussierung ausgerechnet auf Brötchen als Luxuskonsumgut für Arme, in der Hauptstadt einer der reichsten Industrienationen, ist nicht hilfreich. Und das gilt auch für die populistische Vorstellung, es sei eine zu fördernde Verhaltensweise und gewissermaßen ein Menschenrecht, seine Frühstücksbrötchen auf dem Land mit dem Auto zu holen und dafür 15 km oder mehr mit billigem Benzin zu fahren, mit mindestens Tempo 80, weil Zeit ja Geld ist.

    Die Vorstellung, nun auch noch die Stadtbevölkerung zu einem solch absurden Verhalten zu motivieren, aber nun per S-Bahn, raus aufs Land, um da (an der Haltestelle?) Brötchen und Wurst zu kaufen, ist bizarr. Einzelne haben das ausprobiert, als es fast nichts kostete, hatten Spaß dabei und erzählen es rum. Das Rumerzählen skaliert dank Web-Amplifikation prächtig, das Tun skaliert in der Realität aber nicht. Nicht mal in der Stadt, aber erst recht nicht auf dem Land.

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-01

    @Wolfgang Strobl
    Also ist das Brötchen ein Luxusgut , ja was bleibt da noch Junkfood .... oder sollen sie Kuchen essen? Dein Gerede ist zumindest dümmlich ..

    0
  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2022-07-01

    @michaelhoch@pluspora.com

    Also ist das Brötchen ein Luxusgut

    Nein, aber das Gejammer über frische Brötchen aus dem Backtheke im Supermarkt, die nur "Pappe mit Geschmack" seien, weswegen es erfreulich und förderungswürdig sei, dass die Leute mit billigen Fahrkarten mit der Bahn aufs Land hinaus fahren, um dort entsprechende Hamsterkäufe zu tätigen, das ist, um die Wortwahl zu kopieren, dümmlich.

    Wer möchte, dass Geschäfte in seiner Nähe bleiben, sollte zunächst mal dort kaufen, wo er er oder sie bequem zu Fuß oder mit dem Rad hinkommt, auch wenn es teurer ist.

    Wenn man das Minimum der Preise betrachtet, die sich ergeben, wenn man alles berücksichtigt, was mit dem Auto günstig erreichbar ist, wenn man nur die Treibstoffkosten rechnet (weil: das Auto ist ja eh schon bezahlt), oder wenn man Busse&Bahnen quasi für lau benutzen kann, dann sind innerstädtische Geschäfte mit lokalem Einzugsbereich, wo die Grundstücke bzw. die geeigneten Mietobjekte teuer sind, nicht konkurrenzfähig. Dass die meisten kleinen Geschäfte in der zersiedelten Landschaft weiter draussen incl. der Bäckereien auch nicht gerade an einer S-Bahn-Haltestelle liegen, habe ich noch gar nicht thematisiert.

    TL;DR ich mag in den Jubel darüber, wie innerstädtische Geschäfte auf diese Weise kaputtgemacht werden, wirklich nicht einstimmen. Und schon gar nicht, wenn die Folgen dieses Unsinns dann als Begründung für diesen Unsinn herhalten müssen.

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-01

    @Wolfgang Strobl
    und warum fahren dann die Berliner zu dem Bäcker nach Brandenburg?
    vermutlich doch weil es dort besser schmeckt und günstiger ist ...
    Deiner Ansicht nach sind das natürlich alles schlechte Menschen und Umweltverschmutzer , der Berliner Rentner und Geringverdiener soll sich gefälligst in sein Schicksal fügen und auf frische Brötchen verzichten oder das köstliche vom Supermarkt essen. “Pappe mit Geschmack” sagt nun mal der Berliner und du kannst ihn auf der Straße dann auch gern dafür als dümmlich bezeichnen wenn du eine Schelle verträgst.
    Nur die grünen Politiker dürfen sich selber ihre Diäten erhöhen um 350 Euro , sicher mit der Begründung da sie sich ja auch teurere Brötchen kaufen müssen .... die anderen suchen sich halt mittel und Wege

    0
  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2022-07-01

    @michaelhoch@pluspora.com

    Deiner Ansicht nach sind das natürlich alles schlechte Menschen und ...

    Lass es doch einfach, wenn dir die Argumente ausgehen.

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-01

    @Wolfgang Strobl
    Vermutlich ließt du dein eigenes Geschreibsel nicht.
    Es geht nicht ums Auto , sondern darum das die Innenstädte immer mehr veröden und du willst bestreiten das immer mehr Familien Geschäfte oder Handwerksbetriebe wie Fleischer , Bäcker schließen müssen?
    Dann kennst du keine Großstädte mehr
    https://www.spiegel.de/karriere/baecker-und-fleischer-jeder-dritte-betrieb-hat-aufgegeben-a-1263968.html
    https://www.morgenpost.de/berlin/article217006173/Warum-immer-mehr-Baecker-und-Fleischer-in-Berlin-schliessen.html

    0
  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2022-07-01

    @michaelhoch@pluspora.com

    du willst bestreiten das immer mehr Familien Geschäfte oder Handwerksbetriebe wie Fleischer , Bäcker schließen müssen?

    Im Gegenteil, ich habe dir erklärt. warum ein Verhalten, das du augenscheinlich begrüßt, zu dem führt, worüber du hier jammerst.

    Mag sein, dass du die Erklärung nicht verstanden hast, die obige Unterstellung ist aber frech. Kleine Bäckereien schließen, sagt deren Zentralverband, weil sie der Konkurrenz der großen Discounter und Supermärkte nicht mehr gewachsen seien - eine Konkurrenz, die kleinere, lokale Betriebe vor allem deswegen ausstechen kann, wenn und weil die Fahrt zum entfernten großen Supermarkt oder Discounter auf der grünen Wiese, mit großem Parkplatz, vermeintlich oder real wenig bis nichts kostet. Der kann aber aufgrund seiner Größe, aufgrund billiger Grundstücke und subventionierter Autobahnausfahrten etwas billiger anbieten - und profitiert davon, dass jemand, der eh schon die Fahrt dorthin auf sich genommen und einen großen Kofferraum hat, so oder so alles da kauft, Mischkalkulation halt.

    Innerstädtische Kunden, die zu Fuß und mehr noch mit dem Fahrrad sich eher lokaler Wegeketten befleißigen, in deren Verlauf sie mehrere kleine Geschäfte ansteuern, den Bäcker, einen Metzger, den kleinen Supermarkt für die Konserven, einen Schneider ... sind diejenigen, die kleine, lokale Betriebe am Leben halten, egal ob das Bäckereien oder kleine Supermärkte sind.

    Die Verkehrswissenschaftler wissen das seit Jahrzehnten. Von dieser Erkenntnis ist aber beim Publikum bislang wenig angekommen und bei der FDP wird sie das schon aus ideologischen Gründen nie tun.

    0
  • Oliver
    Oliver
    2022-07-01

    Ich weiß nicht recht, ob euer Disput zielführend ist. Die Verödung der Innenstädte der kleinen und mittelgroßen Städte ist ein ganz anderes Problem, welches nur zu einem ganz geringen Teil - falls überhaupt - etwas mit den Kosten für das ÖPNV-Ticket zu tun hat. Ich lebe selbst in einer Kleinstadt mit ~65K Einwohnern, wo die Innenstadt inzwischen wenig attraktiv ist. Die Gründe sind: Fehlplanungen der Stadt, hohe Pachten, hohe Personalkosten, gestiegene Preise für Rohstoffe und Handelswaren und ja, auch die Supermärkte und Großstädte haben vermutlich ihren Anteil daran. Was speziell Bäckereien betrifft, haben die auch selbst ihren Anteil, weil viele auf billigere Zutaten und Fertigbrötchen zurückgegriffen haben, anstatt auf gute Produkte, wenn auch zu höheren Preisen. Heute ist das oft so, dass sich gerade die guten, wenn auch teureren Bäckereien über Wasser halten können. Was ja logisch ist: wenn ich billige Backwaren will, dann kann ich die auch irgendwo kaufen und muss dafür nicht zwingend zum Handwerksbäcker.

    Nichtsdestotrotz: der ÖPNV ist gerade in den kleinen und mittleren Städten ein echtes Problem. Da will keiner aufs Auto verzichten, weil der Bus da nicht alle paar Minuten fährt, sondern ein paar Mal am Tag.

    IMHO gäbe es ein paar Maßnahmen, die zielführend wären:
    Leerstände in Innenstädten darf es nicht geben. Wo Läden längere Zeit leer stehen, weil der Besitzer horrende Pachtvorstellungen hat, der sollte Strafe zahlen. Gleiches gilt übrigens für Wohngebäude. Den Umbau von Ladenlokalen in Wohnungen ist imho nicht zielführend, weil die Innenstädte dadurch schlicht abgeschafft werden, was die Städte gewiss nicht attraktiver macht.
    Eine andere Sache sind die hohen Lohnnebenkosten. Seit Jahrzehnten wird darüber gequatscht, aber das Problem wird leider nicht angegangen. Personal ist einfach zu teuer durch diese Lohnnebenkosten. Sinnvoller wäre es, wenn man zumindest einen Teil der Sozialversicherungen aus anderen Quellen finanziert, meinetwegen aus den Mehrwertsteuereinnahmen. Das ist natürlich nichts, was man übers Knie brechen kann.

    Der ÖPNV ist schlicht zu teuer und zu unattraktiv. Insbesondere auf dem Land und in kleineren Städten. Wer zahlt denn bitte so viel Geld für einen Bus, der ein Mal täglich fährt? Auf dem Land werden die Menschen noch Jahrzehnte auf ein Auto angewiesen sein. In den Metropolen kann man schon jetzt prima auf das Auto verzichten, dennoch steigen zu wenig um. Ein Grund sind vielleicht die zu hohen Kosten fürs Ticket. Ein anderer Grund ist der, dass Autofahren (und Parken) in den Metropolen anscheinend zu billig ist. Mir ist schleierhaft, warum man die Blechlawine überhaupt in die Metropolen hinein fahren lässt und das unbeschränkt. Da gibt es keine Grenzen für die Menge der Fahrzeuge, für das Gewicht oder die Länge. Und Parken darf man da oft immer noch auf der Straße. Ein Anfang wäre, wenn man in Innenstädten nur noch Kleinwagen zulassen würde (ausgenommen Handwerker und Co, die größere Fahrzeuge nachweislich beruflich benötigen) und vor allem nur noch Kleinwagen überhaupt in die Stadt lassen würde. SUV, Wohnmobile und Co können auch auf dem P+R abgestellt werden, dafür ist der ja da.

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-01

    @Wolfgang Strobl
    Also hör mal zu , liest du überhaupt was ich schreibe oder bist du lediglich auf Krawall aus weil dir mal jemand widerspricht
    Du erzählt hier einfach dummes Zeug und Behauptungen , lies einfach mein erstes Posting zum Treat , dann kann du die den Rest an Beleidigungen sparen, da hab ich erklärt warum die Leute zum Bäcker außerhalb der Stadt fahren, was ja FeFe auch schrieb.
    Es liegt nicht an den Leuten, sondern an der Politik welche gemacht wird … sagt auch jeder Zeitungsartikel darüber.
    Aber für dich sind das ja alles nur FDP oder CDU Wirtschaftsliberale welche den ökologischen Fortschritt aufhalten wollen, die Leute fahren ja gar nicht mit den Auto zum Supermarkt … wo steht das. Nein sie fahren mit der Bahn und das ist nun auch wieder falsch.
    Irgendwo muss ich dann auch sagen in deinen Kopf läuft was falsch … und beruhige dich in 2 Mon ist es vorbei , denn werden sie wieder die Brötchen vom Supermarkt oder Discounter nehmen , mit vielleicht ein klein wenig Frust

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-01

    @Oliver
    Es sind nicht nur die Leerstände, hier würden sich sicher Lösungen für Läden finden lassen, bei einer Bäckerei oder Fleischerei ist das anders.
    Schließen diese erst mal in der Stadt werden sich auch kaum Neue finden, da die Auflagen und Genehmigungen für einen Backofen oder Hausschlachtung / Wurstherstellung in der Stadt kaum noch zu erfüllen sind ohne den Bestandsschutz der Alteigesessenen.
    Bei dem Autoverkehr bin ich bei dir , nur sollte man auch dort genauer hinschauen wieviel von dem Verkehr ist wirklich Privatverkehr allein schon der von Handwerker und Co, also Paketdienste bis zu Behörden und Ministerien (welche ja unbedingt in die City mussten) erzeugt eine große Blechlawine. Ich kenne kaum noch ein Berliner welcher ein Auto besitzt oder sich dort leisen kann.
    Die Antwort darauf ist meist Nebenstraßen zu sperren und mehr Fußgängerzonen was diesen Verkehr noch mehr einengt und zum Stau führt. Die Autofreie Stadt ist eine Illusion, das mehrt spätestens auch der Verfechter wenn er mal sein Amazon Päckchen nicht bekommt , Umziehen will oder einen Handwerker benötigt . Elektomobilität ist eigentlich die ökologische Antwort .... nur wollen dies einige ja auch nicht.

    0
  • hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    2022-07-01

    @Wolfgang Strobl @Oliver Hrm, in hamburg hats mit dem StadtRad ein eigentlich sogar recht brauchbares und kostengünstiges system. Als ich noch zuletzt damit zu tun hatte, war der monatliche preis recht günstig und darin enthalten waren jeweils immer die ersten 30 minuten einer jeden fahrt... Wer sich in hamburg also schlau anstellte, konnte sogar mit dem stadtrad und station-hopping - also alle 29min spätestens das rad an die nächste station bringen, anschliessen und anschliessendem neu mieten - kostenlos durch die komplette stadt kommen.

    In kombination mit einer hvv tageskarte war damit mehr als reichlich viel zu erreichen. Busverbindungen von irgend einer u- oder s-bahn station aus waren quasi überflüssig. ;)

    0
  • Oliver
    Oliver
    2022-07-01

    @michaelhoch@pluspora.com

    Ich kenne kaum noch ein Berliner welcher ein Auto besitzt oder sich dort leisen kann.

    Ja in Berlin! Da fahren die Bahnen alle drei Minuten. Das ist ein Traum! Leider klappt das hier selbst in der nahen Metropole nicht ein Mal annähernd so gut! Ausfälle, Verspätungen, Schienersatzverkehr. Verspätungen werden nicht mal immer in der App angezeigt, so dass man sich fragen muss, was so eine App überhaupt soll, wenn sie doch nicht funktionert. Aber selbst wenn alles funktioniert, sind die Taktungen hier ganz anders: U-Bahn zur Uni selbst morgens nur alle 10 Minuten. In meine Stadt komme ich von der Metropole aus erst neuerdings ohne Umzusteigen mit nur einem RE, aber auch nicht immer.

    Die Antwort darauf ist meist Nebenstraßen zu sperren und mehr Fußgängerzonen was diesen Verkehr noch mehr einengt und zum Stau führt.

    Das ist keine Lösung, sondern sinnloser Terrorismus. IMHO hat keiner etwas davon, wenn Autos in der Stadt mit laufendem Motor im Stau stehen, anstatt zu fahren. Übrigens: auch Autofahren ist in Berlin ein Traum! Selten sehe ich in den Metropolen und Großstädten - ja sogar Kleinstädten - hier so wenig Stau wie in Berlin! Komm mal nach Düsseldorf oder Köln, dann weißte Bescheid.

    Die Autofreie Stadt ist eine Illusion,

    Na klar ist das eine Illusion. Sie muss ja auch nicht vollständig autofrei sein, aber man muss den Verkehr dringend reduzieren. Oder alternativ den Verkehrsfluss verbessern und weniger behindern. Aber das nutzt dem Klima wenig, würde aber immerhin die Nerven der Autofahrer schonen.

    das mehrt spätestens auch der Verfechter wenn er mal sein Amazon Päckchen nicht bekommt

    Dass die Paketdienstleister nicht kommen, liegt oft an ganz anderen Dingen. Zum Beispiel daran, dass man den Fahrern das Auto bis zum Rand vollpackt, was die selten innerhalb ihrer Arbeitszeit schaffen. Neulich habe ich eine Woche(!) auf ein Paket von #DHL gewartet. Ich war stinksauer, weil das sehr viel früher angekündigt war.

    Umziehen will oder einen Handwerker benötigt

    Jo, dann merkt man auch mal, dass man doch Parkplätze benötigt. Eine Freundin in einer kleinen Großstadt wohnt auf einer Straße, da blockiert ein Lieferdienst oder Umzugswagen alles. Aber den Umzug kann man theoretisch beim Ordnungsamt anmelden. Freut die Anwohner dann zwar nicht, weil die sich einen Parkplatz woanders suchen müssen, aber so ist das dann halt.

    Elektomobilität ist eigentlich die ökologische Antwort

    Nein, sorry, Elektromobilität halte ich für großen Bullshit. Wenn du auch nur mal versuchst einen Raspberry Pi über längere Zeit über Akku zu betreiben, dann bekommt man eine Idee, wie groß der Energieverbrauch eines E-Autos sein muss. Wenn alle auf E-Autos umsteigen würden, hätten wir ein erhebliches Problem, so lange das mit der Kernfusion nicht funktioniert. Zumal wir in Deutschland keinen Bock auf Atomkraft haben UND bescheuerterweise auch noch auf billiges Gas aus der Pipeline aus politischen Gründen verzichten und daher auf teures Fracking-LNG umsatteln, welches aus Staaten kommt, die ebenso Kriege führen oder auf Menschenrechte scheißen. Von den Auswirkungen aufs Klima möchte ich da gar nicht erst anfangen. Es gibt nur eine sinnvolle Lösung: Weg mit dem größten Teil der Autos, egal wie betrieben! Weg vor allem mit den großen SUV und anderen sinnlosen Energieverschwendern! Ein großer SUV dürfte gar nicht erst in eine Stadt fahren dürfen ohne Sondergenehmigung. Gleiches sollte für Ferraris und Co gelten. Ein PKW muss nicht länger als 3 Meter sein und ein Single braucht keine 5 Sitze. Alles andere soll doch bitteschön auf den P+R außerhalb der Stadt ausweichen und dann den ÖPNV nutzen.

    Da wir aber nun gerade erst beschlossen haben, dass das Ende des Verbrenners erst 2035 eingeläutet wird (das betrifft nur Neuzulassungen!) sind wir sowieso im Arsch. Allein bis da hin werden viele Menschen den Hitzetod sterben. Und zwar hier, mitten in Europa. In anderen Ländern werden die Menschen schlicht sterben, weil sie nichts zu fressen haben und extreme Hitze und Dürre herrscht. Aber hauptsache Elektroauto, was interessieren uns die Menschen in Äthiopien und Co. Das sieht man übrigens auch an den Flüchtlingen: Während ukrainische Flüchtlinge aus geostrategischen Gründen problemlos nach Westeuropa kommen können, verhindert man das bei Menschen aus anderen Ländern. Wenn die Menschen massenhaft zu uns kommen wollen - was zu erwarten ist - wird es zum Massenmord kommen, den man schön unter den Teppich kehren wird. Wenn diese Menschen aus europäischer Sicht überhaupt zu etwas gut sind, dann etwa um Lithium in Minen abzubauen und an den Folgen zu sterben. Also nein, E-Mobilität ist keine Lösung.

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-01

    @Oliver
    Bei Elektromobilität geht es zuerst um die Abgase und damit nicht nur CO2 , zumindest die Luft wird dadurch in den Städten sauber.
    Übrigens die Akkus funktionieren schon und halten bis zu 600 km ... von daher sehe ich keine Probleme.
    Ich erinnere mich noch an die Aufschreie von vor ca 10 Jahren das der Handy Akku nur ca 1 Tag hält und das ganze doch nicht machbar wäre . Heute spricht davon kein Mensch mehr , alles Gewohnheit .... und wenn erst einmal alle 10 Km eine Ladestelle steht interessiert es kaum noch.

    Das Lithium Problem könnte sich auch schneller auflösen als gedacht , denn neue Akkutechniken setzen längst auf andere Stoffe welche leichter zu finden sind , dadurch könnte Lithium sogar überflüssig werden.
    "Natrium-Ionen-Batterie für das Jahr 2023 angekündigt. Der Akkus kommt ohne Lithium, Nickel und Kobalt aus."

    0
  • Oliver
    Oliver
    2022-07-01

    @michaelhoch@pluspora.com Du gehst aber von der Annahme aus, dass die Energie für die E-Mobilität aus regenerativen Energien gedeckt werden kann. Das möchte ich aber stark bezweifeln.
    Dass die Akkus funktionieren habe ich nie bezweifelt. Allerdings ist da noch viel Luft nach oben, z. B. mit Graphen und Aluminium. Lithium-Abbau ist eine unverschämte Umweltsauerei, die Massen an Wasser benötigt - eine Ressource, die vielerorts knapper wird. Wenn so ein Ding brennt, hat man dann noch ganz andere Probleme. Also es muss zwingend eine andere Akkutechnologie her.
    Handy und E-Auto sind NICHT vergleichbar. Das eine benötigt wenig Energie, das andere ungleich mehr. Selbst ohne Heizung, Klimaanlage, Licht und Bordelektronik. Weil es einfach viel Energie braucht, um so eine große Masse zu bewegen.
    "Wenn erst einmal" ... ja ja, wenn.
    Nicht zu vergessen: Wenn heute etwas erfunden wird, dann vergehen noch Jahre, bis das in Serie gehen kann. Und weitere Jahre, bis du das schlussendlich in deinen Geräten hast.
    Ich bleibe dabei: E-Mobilität ist keine Lösung, sondern das Verlangen danach Teil des Problems. Außer man setzt auf Kernkraft. Über Kernfusion brauchen wir nicht wirklich sprechen, oder? Da vergehen noch Jahrzehnte. Mindestens. Selbst wenn morgen der Durchbruch kommt, müssen die Kraftwerke erst mal gebaut werden. Und der Durchbruch kommt nicht morgen.

    0
  • hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    2022-07-01

    @Oliver Lithium-Abbau ist eine unverschämte Umweltsauerei, die Massen an Wasser benötigt - eine Ressource, die vielerorts knapper wird

    Uhm richtig .... lithium ist allerdings auch ein nebenprodukt von meerwasserentsalzungsanlagen..... In so fern .. es ist kompliziert. ;)

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-01

    @Oliver
    Nein das wichtigste an der E-Mobilität sind ja die Akkus , sie sind faktische Energiespeicher für Wind und Sonnen Energie. Wenn also einige Mio E-Fahrzeuge auf den Straßen fahren spart man teure Speicher an anderer Stelle , womit die Wind und Sonnenenergie ihrer Nachteile der nicht ständigen Verfügbarkeit ausgeglichen wird.
    Was ja nicht bedeutet das wir noch andere Energiegewinnung für die Grundlast benötigen , dies nun auch den Grünen langsam dämmert , AKW besser natürlich Kernfusion wären sehr gut dafür geeignet wenn es da nicht die “German Angst” vor geben würde …
    Also werden wir den Strom aus diesen importieren müssen und so wird es wohl kommen.
    Die zweite verkehrstechnische Alternative für Antriebe wäre Wasserstoff , aber wie du schon richtig sagst hätte man dort schon vor 20 Jahren die Infrastruktur beginnen müssen für Aufzubauen möchte man 2035 keine Verbrenner mehr verkaufen und dafür Wasserstoff Fahrzeuge.
    Dafür ist es wohl zu spät und auch für schwere Fahrzeuge wie LKW taugt H2 weniger da die Energiedichte zu gering ist …

    In 10 Jahren wird es kaum noch Lithium Akkus geben, da diese Technologie kaum noch Leistungssteigerungen bei der Energiedichte ohne Brand (Expolsions) Gefahren bringt und daher abgelöst werden wird.

    0
  • Oliver
    Oliver
    2022-07-01

    @michaelhoch@pluspora.com

    Wenn also einige Mio E-Fahrzeuge auf den Straßen fahren spart man teure Speicher an anderer Stelle ,

    Das ist - so weit ich weiß - bislang pure Theorie.

    AKW besser natürlich Kernfusion wären sehr gut dafür geeignet wenn es da nicht die “German Angst” vor geben würde …

    AKW? Selbst wenn man jetzt anfangen würde moderne AKW zu bauen, das dauert Jahrzehnte. Die jetzigen weiter laufen lassen? Teurer Spaß!

    Aber das ist so typisch für Deutschland: man schmeißt das Geld mit vollen Händen zum Fenster raus! Und dann ist man auch noch so bescheuert und verzichtet freiwillig auf Putins Gas, welches bequem per Pipeline zu uns kommt. Und nicht nur das: auch mit Nordstream2 hat man mal so eben ein paar Milliarden in der Ostsee versenkt. Falls du Kinder hast, weißt du ja, wer den ganzen Quatsch bezahlen wird. Inklusive dem Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg aus der Kernkraft. Den Atomabfall kann man dann ja an der Ostgrenze der EU lagern.

    Keine Sorge: Die gepriesene E-Mobilität werden sich längst nicht alle leisten können! Somit sind dann auch weniger Fahrzeuge auf der Straße und der Energiebedarf sinkt.

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-02

    @Oliver
    Das ist keine pure Theorie sondern logische Realität wenn Mio E-Fahrzeuge auf den Straßen fahren, denn die Energie ist dann wenn auch nur für die Zeit bis zum Verbrauch, da drinnen gespeichert. Der Nachteil dabei ist lediglich das sie zweckgebunden gespeichert ist , also kaum für etwas anderes als zum Fahren verwendet werden kann.
    Warum sollte Nordstream2 ein Mrd Grab sein , eine andere russ Regierung wird auch Erdgas verkaufen wollen, Putin wird ja nicht ewig leben ..... und wir brauchen Erdgas nicht nur zur Energiegewinnung, auch als Grundstoff für Chemische und andere Industrien ..... selbst für die Erzeugung von Stickstoffdünger und damit der Ernährung.

    Keine Sorge: Die gepriesene E-Mobilität werden sich längst nicht alle leisten können!

    Im Gegenteil E-Autos werden günstiger werden als Verbrenner wenn sie erst einmal in Masse hergestellt werden , da sie einfacher zu produzieren sind, weniger Wartungs und Materialaufwendig sind.
    Man kann es mit der Technik von Flachbildfernsehern vergleichen , welche ja vor 20 Jahren auch noch exorbitant teuer waren und heut ein billiges Massenprodukt.

    0
  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2022-07-06

    @Oliver

    Nichtsdestotrotz: der ÖPNV ist gerade in den kleinen und mittleren Städten ein echtes Problem. Da will keiner aufs Auto verzichten, weil der Bus da nicht alle paar Minuten fährt, sondern ein paar Mal am Tag.

    Exakt das haben wir über fast ein Jahrzehnt getan, während wir, zwei berufstätige Eltern mit weit voneinander entfernten Arbeitsplätzen, unsere Kinder großzogen: aufs Auto verzichtet. Ich beschrieb es weiter oben. Verzicht auf das Auto besteht in erster Linie darin, nicht Auto zu fahren und Alternativen zum Auto zu finden, aber nicht darin, ausgiebig alternative Autos zu fahren, etwa Leihwagen, oder elektrifizierte.

    @michaelhoch@pluspora.com

    Bei Elektromobilität geht es zuerst um die Abgase und damit nicht nur CO2 , zumindest die Luft wird dadurch in den Städten sauber.

    Schon zu Zeiten, als wir begannen, über den Verzicht aufs Auto praktisch nachzudenken, statt nur darüber zu theoretisieren, konnte man nachlesen, dass bereits die Herstellung von Autos sowie der Bau und die Erneuerung der für sie nötigen und mit ihnen verschlissenen Straßen den größeren Teil der fossilen Rohstoffe (i.W. Öl) verschlingt, die über ihre Gebrauchsdauer benötigt und verbraucht werden. Schädliche Emissionen sind nach Verzicht auf Bleitetraethyl´und Einführung des Katalysators etc. vorwiegend der produzierte Feinstaub und Lärm - und daran ändert sich durch Elektrifizierung von immer schwereren Fahrzeugen wenig. Der Lärm ist oberhalb von Tempo 30 vorwiegend dem Reifenabrollgeräusch zu verdanken, Feinstaub entsteht auch durch Abrieb, Reifen, Bremsen und Aufwirbelungen. Und das weiß man schon viel länger, als der relativ neue Artikel der Süddeutschen suggeriert.

    Der regelmäßige und intensive Gebrauch von völlig überdimensionierten und mit ein, zwei Größenordnungen zu hohem Energieeinsatz betriebenen Individualfahrzeugen ist das große zu lösende Problem, welches auch dann verbleibt, wenn man vermeintlich sauberere Energie in anderer Verpackung transportiert.

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-06

    @Wolfgang Strobl
    Das 9 Euro Ticket nützt kaum jemand etwas welcher nicht in Ballungsgebieten wohnt, schlicht und einfach da es dort kein nennenswerten ÖPNV gibt und ich glaube nicht mehr daran das die Bahn in Städten unter 15.000 Einwohnern jemals zurückkommen wird oder es annähernd einen Busverkehr wie in Ballungsgebieten geben wird. Wären da nicht die notwendigen Schulbusse, gäbe es gar keinen ÖPNV mehr. Schlicht und einfach weil die Fahrgäste auf Grund der Bevölkerungsdichte fehlen und das ganze niemals die Kosten einfahren wird.

    Diesen ländlichen ÖPNV müssten dann eigentlich die Großstädte über einen erhöhten Fahrpreis finanzieren, was wohl dort verständlicher weise auf keine Gegenliebe stoßen würden, die Fahrpreise von S-U Bahn zur Finanzierung des ländlichen ÖPNV zu vervielfachen.
    Es ist deshalb genauso Ungerecht der ländlichen Bewölkung vorzuhalten sie wären Umweltsünder da sie auf das Auto angewiesen sind und sollen gefälligst dafür mehr zahlen.
    Der Staat hat die Aufgabe annähernd gleiche Lebensverhältnisse herzustellen und nicht diejenigen zu bestrafen welche auf den Land leben ohne ÖPNV und mit ihren Auto täglich 40 km (Hin/Zurück) zur Arbeit fahren müssen, damit Großstädter fast kostenlos U und S-Bahn fahren können.
    Für diese verfassungsmäßige Aufgabe gibt es die Regelung das die notwendige Mobilität auf den Land mit Individualfahrzeugen bewerkstelligt werden muss und in Großstädten/Ballungsgebieten über den ÖPNV da dort der Individualverkehr nicht möglich ist.
    Wer nun aus ideologischen Gründen die ländliche Bevölkerung ihrer Mobilität einschränken will , könnte Grundgesetzwidrig handeln oder müsste aber Mrd an Steuergelder für einen ÖPNV investieren , welcher nie annähernd die Rentabilitätsgrenze erreichen wird auf Grund der dünnen Besiedlung.

    Umwelttechnisch ist daher das E-Auto durchaus die Lösung wenn man es nicht wieder im Elfenbeinturm der Woken zerredet.
    Möchte man nicht die Landflucht beschleunigen und die Ballungszentren vor noch mehr Probleme stellen, denn auch deren ÖPNV ist kapazitiv begrenzt, ganz zu schweigen von Wohnraum und steigenden Mietpreise … ect.

    0
  • hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    2022-07-06

    @michaelhoch @Wolfgang Strobl Seit wann muss essentielle infrastruktur auchnoch rentabel sein und ggf sogar gewinn abwerfen?

    Gilt das auch für die müllabfuhr? Oder abwasser?

    0
  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2022-07-06

    @michaelhoch@pluspora.com

    Der Staat hat die Aufgabe .... Es ist deshalb genauso Ungerecht der ländlichen Bewölkung vorzuhalten ... Der Staat hat die Aufgabe annähernd gleiche Lebensverhältnisse herzustellen und nicht diejenigen zu bestrafen ... Wer nun aus ideologischen Gründen die ländliche Bevölkerung ihrer Mobilität einschränken will ...

    Usw. usf. In Frankreich hat man mit ähnlicher Rabulistik rechtsradikale Gelbwesten aufgewiegelt, die dann losgezogen sind, nicht nur Rehe, sondern auch Blitzer abzuknallen, damit das Benzin wieder billig wird und Rasen sich wieder lohnt.

    Fazit: nur Ideologie und heiße Luft.

    Umwelttechnisch ist daher das E-Auto durchaus die Lösung

    Ich hatte gerade ausführlich erläutert, dass und warum das E-Auto, so wie derzeit propagiert, gebaut, gefördert und gefahren, nicht die Lösung ist.

    @hackbyte (friendica)

    Seit wann muss essentielle infrastruktur auchnoch rentabel sein und ggf sogar gewinn abwerfen?

    Sag' du es mir, ich habe nichts dergleichen geschrieben. Nicht mal annähernd.

    Übrigens, "rentabel" ist mehr oder weniger ein Synonym für "Gewinn abwerfen".

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-06

    @Wolfgang Strobl
    Typische Ideologen welche nur ihre politische Meinung oder Ansicht vertreten, dies nicht nur die Gelbwesten auch die letzte Generation und andere .... Hassobjekt Autos wohl auch aus Angst das bei E-Autos sich das Umwelt Thema nahezu verflüchtigen könnte ...
    Es bringt nun einmal tolle Aufmerksamkeit gegen den Straßenbau zu demonstrieren oder sich auf der Fahrbahn festzukleben .... wie es bei Aktivisten und Populisten immer gegen etwas geht , warum keine Demo für 10.000 neue Schienen Km im Jahr oder 100 neue Bahnhöfe , bzw deren Reaktivierung?
    Nein die Gesellschaft spalten hat man von den rechten Populisten gut Gelernt, Stadt gegen Land, Jung gegen Alt oder Frauen gegen Männer ....

    Auch die Landbevölkerung hat die gleichen Rechte auf Mobilität wie die in Ballungsgebieten und Bus und Bahnen fahren dort nun auch nicht als Perpetuum mobile sondern benötigen Schienen , Strom , ect ... wie auch die Großstadt zu Versorgen keine Umweltneutrale Sache ist, im Gegenteil solch Megacitys sind oft größere Umweltverschmutzer als ländliche Wohngegenden.
    Natürlich interessiert es keinen , wie das Wasser aus der Leitung kommt , das Gemüse ect in den Supermarkt oder wer den Müll abholt oder die Straßen reinigt ... alles Nebensächlich und selbstverständlich ..

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-06

    @hackbyte (friendica)
    Infrastruktur sind für mich Straßen oder Schienen , aber einen ÖPNV als Infrastruktur welcher im ganzen Land nach den gleichen Bedingungen und Zeiten fährt. Dies kann sich der Staat gar nicht leisten und würde wohl jeden Landes oder Bundeshaushalt sprengen. Da wäre es vermutlich günstiger und sogar umweltpolitisch besser der Landbevölkerung ein E-Auto alle 10 Jahre zu schenken ....

    0
  • hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    2022-07-06

    @michaelhoch Hast du dazu vielleicht mal zahlen?

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-06

    @hackbyte (friendica)
    Woher sollte es solche Zahlen geben ? … ein Bus Linienverkehr der jede deutsche Ortschaft zumindest im Std Takt anfährt gab es noch nie, ich kenne auch kein Land von der Größe Deutschlands was so etwas hätte.
    Ganz zu schweigen vom eventuellen Aufbau einer Regionalbahn welche ihren Namen verdient mit mind. einen Strecken Netz der 1950er Jahre bevor die Stilllegungen begannen und dann dessen Unterhaltskosten … dazu bei den Bauzeiten in Schland (siehe Stuttgart 21) . Selbst dann müsste man noch das Grundgesetz ändern und Leuten das Auto oder recht auf Freizügigkeit verbieten , was diese sich wohl nicht so einfach gefallen lassen würden
    Da muss man schon viele rosa Pillen nehmen um daran zu glauben.

    Das wird es selbst mit der heutigen Grünen Partei nicht geben, realistisch ist das E oder Wasserstoff Auto sowie ein immer zukünftig gearteter Individualverkehr in ländlichen Gebieten die realistische Lösung und ÖPNV in Ballungsgebieten mit dem 9 Euroticket wer bereit ist sein Auto abzuschaffen .

    0
  • hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    2022-07-06

    @michaelhoch Eigentlich würde es ja reichen z.b. die ganzen automobilsubventionen umzuwidmen um den ÖPNV zur verfügung zu stellen.. Da müssten wir dann nichteinmal großartig schienen verlegen weil plötzlich das geld da wärde um flächendecken elektro-kleinbusse anzuschaffen......

    Aber die zahlen gibts ja nich .....

    Btw spreche ich nicht zwangsweise davon _jeden_ ort _stündlich_ anzufahren..

    Aber ein bissl mehr als reine schulbusversorgung dürfte es halt schon sein...

    Hier im ort kommt nach 16h einfach kein bus mehr .... mensch kommt also nach einer tagestour definitiv nicht mehr mit dem ÖPNV nach hause.... da hinkt doch was....

    0
  • hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    2022-07-06

    @michaelhoch Und btw .. klingt immer ein wenig lustig wenn ich sage, das mensch hier im ort eher 10 bis 20 kutschen bekommt bevor ein einziger bus fährt..

    Aber das ist tasächlich die harte realität... Im sommer fahren hier alle paar minuten irgendwlche kutschen von und zur heide .... tourismus über alles...

    Aber für die anwohner is kein geld da .... es sei denn, sie verdingen sich in der pferdepflege... tf?

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-06

    @hackbyte (friendica)

    Btw spreche ich nicht zwangsweise davon jeden ort stündlich anzufahren…
    Aber ein bissl mehr als reine schulbusversorgung dürfte es halt schon sein…

    Das reicht bei weiten nicht aus um pünktlich zur Arbeit zu kommen , eventuell für Beamte oder staatlich Angestellte welche ihre Arbeitszeiten selbst einrichten können. Zudem reicht ja auch nicht eine Line wie beim Schulbus , sondern es müssten verschiedene Städte anzufahren sein , was das ganze ja noch einmal vervielfältigen würde

    0
  • hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    2022-07-06

    @michaelhoch Müssten verschiedene städte anzufahren sein? Warum das?

    In meinem falle hätte es vollkommen gereicht wenn ich zumindest alle zwei bis drei stunden eine busverbindung zur nächst besser bedienten linie gehabt hätte...

    Stattdessen ist es dann jetzt ein klapp-ebike geworden... mh

    Ich muss von hier aus nicht unbedingt Hamburg, münchen, berlin oder auch nur winsen, celle und co erreichen können.

    Aber irgendwie sinnvoll hier aus dem ort wegzukommen und auch wieder zurückzukommen, wär halt schon cool.

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-06

    @hackbyte (friendica)
    Ganz einfach wenn zb 3 größere Städte in ca 20-30 km in der Nähe sind und die Leute in diesen zur Arbeit fahren wollen , aber erst 2-3 Busse nehmen müssen um von Ort A nach B und dann weiter nach C und dann D zu kommen mit der doppelten bis dreifachen Fahrzeit und Km ... werden sie weiter das Auto benutzen.

    0
  • hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    2022-07-06

    @michaelhoch Und wieviele orte gibt es die so zentral gelegen sind und dennoch keinen öpnv haben?

    Hier lässt es sich ja wenigstens noch durch die ausrede darstellen, das wir halt mitten in der heide, am arsch der welt, in einem tourismus und naherholungsebiet liegen.

    Aber wieviele orte gibt es wirklich in denen die von die besagte problematik vorherrscht?

    Und noch viel wichtiger ..... woraus ziehst du dann die begründung, das ein öpnv keinen sinn machen würde und nicht zu finanzieren sei?

    Ich kann dir da nicht folgen.

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-06

    @hackbyte (friendica)
    Solche Orte gibt es viele ... wo 3 Städte von 10-15 T Einwohner in 20-30 Km Abstand liegen oder alt ein größeres Dorf dazwischen... wo dann die eine Hälfte zu der Stadt arbeiten , die andere Hälfte zur anderen oft innerhalb der Familie ...
    Nahverkehr .... den gibt es einfach nicht mehr, da fahren wenn es hoch kommt täglich 2 -3 Busse in die Städte zu Zeiten welche mit den Arbeitszeiten völlig inkompatible sind.
    Bahn ... vielleicht noch in einen Ort von den Drei , eine Hauptstrecke zur nächsten Großen Stadt , Nebenstrecken gibt es nur noch selten.
    Bei solchen Diskussionen reden man immer von einen ÖPNV den es schon lange in Deutschland nicht mehr gibt , außer Bln , München Hamburg , Ruhrgebiert .. ect ist da längst so gut wie alles am Arsch der Welt.

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-06

    Nur ein Drittel der Deutschen ist gut an den ÖPNV angebunden – so das aufsehenerregende Ergebnis einer aktuellen Mobilitätsstudie.

    https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_91046222/oepnv-katastrophe-auf-dem-land-man-kommt-ohne-auto-nirgendwo-mehr-hin-.html

    0
  • hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    2022-07-06

    @michaelhoch Uh ... du meinst, es hat mal ÖPNV gegeben?

    Warum kann mensch den nicht bedarfsgerecht wieder herrichten? Aus besagten subventionen für die autoindustrie am besten sogar? ;)

    0
  • hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    hackbyte Antifa (friendica) 13HB1
    2022-07-06

    @michaelhoch Wie gesagt, ich bin _SEHR_ gut im bilde wie schlecht der öpnv ist ... speziell auch in meinem ort.

    Du hast mir immernoch keinen grund genannt, warum sich das nicht ändern lassen soll....

    0
  • michaelhoch@pluspora.com
    michaelhoch@pluspora.com
    2022-07-06

    @hackbyte (friendica)
    Das sagte ich ja , Änderungen wären nötig
    Aber ich glaube nicht mehr daran das die Bahn in Städten unter 15.000 Einwohnern jemals zurückkommen wird wenn sie erst einmal stillgelegt wurde oder es annähernd einen Busverkehr wie in Ballungsgebieten geben wird.
    Jede Regierung hat das bisher versprochen und nichts getan , auch die Ampel gibt das Geld lieber werbewirksam für ein 9 Euro Ticket aus , statt für neue Buslinien oder Bahn Strecken zu reaktivieren ....
    Die Ideologen auf den Straßen, sozialen Medien und in Talkshows wollen publikumswirksam den zweiten Schritt vor den ersten machen , da sie sich zu gern an ihren Hassobjekt Auto austoben.

    " ... warum keine Demo für 10.000 neue Schienen Km im Jahr oder 100 neue Bahnhöfe , bzw deren Reaktivierung?
    Nein die Gesellschaft spalten hat man von den rechten Populisten gut Gelernt, Stadt gegen Land, Jung gegen Alt oder Frauen gegen Männer …"

    Gibt es da noch Hoffnung , mit den deutschen Woken und Ideologen wohl kaum.
    Vielleicht sollten sie mal nach Finnland oder Frankreich schauen
    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/finnland-gruene-atomenergie-101.html

    0