• Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2022-10-25

    Ist das jetzt ein Beispiel für #mehrplatzfürsrad oder ist es ein Gegenbeispiel?

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  • Moritoki Mochizuki
    Moritoki Mochizuki
    2022-10-25

    Dann halt der Weinladen und nicht die "Apotheke", die sonst für Lieferverkehr frei sorgt... Wenn man drei Kisten Wein abholen will, kann man das zwar mit dem Lastenfahrrad - der Porsche geht aber besser (ist dann auch Lieferverkehr, wenn der Inhaber des Porsche das Liefern nachweisen kann). Was man bei der Planung vergessen hat, sind "Privilegien". Man kann den Verkehr ja eigentlich schon einschränken, aber ohne erreichbare Privilegien für Leute, die den Schlüssel zur Schranke bekommen, beschwert sich irgendwann jemand. Ist wie bei den Tagebau-Seen hier. Da muss man auch schon auf Autoverkehr aufpassen, weil mittlerweile halt irgendwo her Schlüssel regnen. Aber klar - wenn man Verfahren verschleppt, ist das schwierig.

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2022-10-25

    Um was geht es hier eigentlich? Ich sehe da eine aberwitzige Straßenaufteilung, die Radfahren unnötig unbequem, langsam und gefährlich macht. Freilich macht ein Tempolimit von 20 km/h in der Ebene, wo schon halbwegs fitte Radfahrende schneller unterwegs sind, absolut Sinn, angesichts von erratisch geführten schmalen Streifen, die nicht mal sicheres Überholen zulassen*). Es wirkt aber in dieser Kombination wie mutwillige Obstruktion und Behinderung des Radverkehrs.

    Interessant ist im Artikel der aus der Entscheidung des Verwaltungsgericht zitierte Satz "Die Straßenverkehrsordnung enthalte aber keine Rechtsgrundlage, um den Autoverkehr allein wegen verkehrsordnungspolitischer Konzeptionen zu verdrängen." Rad Fahrenden, die schon mal gegen ein Radfahrverbot geklagt haben, wie es mit jedem Zeichen Z.237 ff. ausgesprochen wird, klingeln hier die Ohren.

    *) Siehe die Mutter mit Kind, die schon auf der Sperrfläche fährt.

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2022-10-25

    Ja, die 20 sind überflüssig, wenn man davon ausgeht, dass Fahrradfahrer dort angemessen fahren.

    Nein und nein. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Straßenbemalung entfernen, Schild "Fahrradstraße" hin, Problem gelöst. Ein Tempolimit ist überflüssig, implizit gilt Tempo 30. Wenn man motorisierten Durchgangsverkehr raushalten will, da gibt es bessere Möglichkeiten, als den Radverkehr als Sündenbock aufzubauen.
    Bildbeschreibung hier eingeben

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  • Wolfgang Strobl
    Wolfgang Strobl
    2022-10-25

    Ja, an sich wollte man halt keine Fahrradstraße, nehme ich mal an.

    Besser als wahllose Mutmaßungen bezüglich der Intentionen Dritter wäre es, sich auf das zu beschränken, was man selber will oder für förderlich hält.

    wer da 30 fährt ist im Grunde noch keine 30, weil seine Reflexe noch stimmen

    Faszinierend ist, wenn #Radverkehrspolitik gemacht wird, indem der Platz verteilt wird, der übrigbleibt, wenn der abstrakte #Autofahrer einen #Parkplatz für sein #Auto in der #Tiefgarage gefunden hat und nun zum #Fußgänger mutiert.

    Die Idee von Fahrrad-Schnellstraßen ist allerdings eine gute.

    Auch das nicht. Aber das habe ich an anderer Stelle schon mal diskutiert. Ein #Radschnellweg ist das, was übrigbleibt, wenn man alles wegstreicht, was eine #Schnellstraße oder #Autobahn ausmacht.

    Zum Thema "... noch keine 30, weil die Reflexe noch stimmen" abschließend noch:

    Wenn man den ganzen Bullshit weglässt, fahren Rad Fahrende mit jeder Geschwindigkeit, die sie fahren können, am besten auf Fahrbahnen, die sie sich nach den allgemeinen Verkehrsregeln mit allen Benutzern von Fahrzeugen teilen. Das schaffen sogar Leute, die mehr als doppelt so alt sind wie die hier vorgeschobenen dreissigjährigen Grünschnäbel. Viele sogar besser.

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