• benedict16b@despora.de
    benedict16b@despora.de
    2024-01-02

    "Die Strategie hatte Erfolg. Umfragen zeigten, dass die in Schweden getroffenen Coronamaßnahmen von einer dauerhaft stabilen Vier-Fünftel-Mehrheit der Bevölkerung positiv eingeschätzt wurden. "

    Typisch Corona. In Deutschland bewegte sich die Zustimmung der Bevölkerung zu der Corona-Politik auf ähnlichem Niveau, wenn ich mich richtig erinnere. Der Katastrophen-Sheriff war in der Stadt.

    Angesichts der in mancherlei Hinsicht entgegengesetzten Politik in Deutschland und Schweden, ist die Zustimmung der Bevölkerung ein Symptom für die inhaltliche Entleerung der öffentlichen Diskurse. Anzumerken wäre auch, daß Deutschland und Schweden während der Corona-Zeit Regierungen aus eher entgegengesetzten politischen Lagern hatten.

    "Während es beispielsweise in skandinavischen Ländern teilweise schon mehrere Untersuchungskommissionen gegeben habe, aus deren Berichten man nun versuche Lehren zu ziehen, würden sich viele Länder bislang vor dieser Selbstverständlichkeit drücken."

    Könnte man vielleicht als eine Lehre aus der Corona-Zeit mitnehmen: Länder mit einem transparenten staatlichen Handeln sind stabiler und krisenfester als Staaten wie Deutschland mit seiner Tradition obrigkeitsstaatlicher Wichtigtuerei. Pech für Deutschland, daß A. Merkel während der Corona-Zeit ihre Paraderolle aufführen konnte.

    "„Im Unterschied zu anderen Ländern mussten wir uns in Schweden keine Gedanken wegen eines bedeutenden Impfwiderstands machen. Die Impf­skep­sis war hier immer sehr schwach, auch angesichts Covid-19“, schreibt Tegnell."

    In Deutschland war das Thema Impfen heiß debattiert. Am Ende des Tages lagen die Impfquoten in Deutschland und Schweden aber auf vergleichbarem Niveau, wenn ich mich richtig erinnere. Es war demnach also nicht die Impfung, sondern die gesellschaftliche Polarisierung, bei der Deutschland und Schweden sich unterschieden.

    0